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Wir wollen mehr als nur ein
bisschen mit Recht, Steuern und Betriebswirtschaft „jonglieren“! … Genossenschaft-Online: Zunächst aufrichtigen Dank. Genau diese Lebendigkeit benötigt der Genossenschafts-Sektor jetzt – zumindest in Deutschland. Und wir hatten schon gedacht, die Jugend sei über ihren Handys eingeschlafen oder „Whats App‘t“ gerade mal wieder von einer „Sprachredundanz“ zur nächsten. … Ja, ihr habt Recht, der
Genossenschafts-Sektor ist (mental) völlig
überaltert. Nicht Geburtsdaten sind wichtig, sondern die jeweiligen „Denk- oder Geisteshaltungen“. … Es muss für Junge Menschen langweilig und irritierend sein, wenn
man nicht über die
eigentlichen „Menschlichen Chancen und Geistigen Potenziale“ in und mit
Genossenschaft redet, sondern
vorrangig Genossenschaften als Modelle für „Vergangenheitsbewältigung“, „Reichtumsabsicherung“
oder zum Steuern sparen nutzt. … Das mögen Themen tatsächlich für
das (fortgeschrittene) Alter sein, also für Menschen, die sich
längst mit dem Konkurrenz-System arrangiert haben. Aber eben nicht für Menschen, die am Anfang ihrer
Lebensplanung stehen. Diese junge Generation hat
auch nicht vor: · Das „Deutschtum in Genossenschaft“ zu überhöhen oder mittels
Genossenschaften so etwas wie „Sippen-Territorien“ in „Selbstverwaltung“ zu generieren. Russland ist eben
nicht Deutschland, so schön wie es auch in den „Anastasia-Bänden“ klingen mag. … Was aber die Junge Generation
wirklich will, wird auch (noch) nicht so recht klar. Es ist sicherlich einfacher
zu wissen, wo man nicht hin will.
Aber es ist unentbehrlich, die Bilder der Zukunft jetzt entstehen zu lassen. Wer das nicht berücksichtigt,
könnte sich irgendwann in einer Gesellschaft befinden, die man ebenfalls
eigentlich nicht wollte, z.B. eine Gesellschaft der „künstlichen Intelligenz“. … Wir wollen bewusst provozieren,
aber so etwas wie „Coop-Eden“ sieht
anders aus. … · Wie genau
sehen also euere Bilder der Zukunft aus, die Bilder einer Gesellschaft, in
der z.B. ein Kooperativer Wandel bereits stattgefunden haben könnte? · Die
Bilder der Zeit nach der
Konkurrenz … Wer nicht weiß, wo er/sie wirklich hin will, nicht so etwas wie einen „Coop-Routen-Planer“ hat, wird auch nicht erfahren, ob und
wie genau diese Welt aussieht. Menschen haben im Laufe der Generationen bereits
viele Konzepte erprobt. Sozialismus
war eine davon. Auch wenn solche Konzepte sich nicht wirklich entfalten
konnten, die Sehnsucht nach: ·
„Leben geht anders“ – vor allem auch ohne „Gegeneinander“, ohne Krieg, ohne Armut, ohne Privilegien,
etc. - hat es immer wieder gegeben. … Derzeit scheint jedoch so
etwas wie „Stillstand“ eingetreten zu sein, es gibt keine wirklichen Entwürfe
für eine „Sehnsucht nach Veränderung“. … Stattdessen scheint Lethargie
und Unsicherheit sich auszubreiten: „Wir wissen, was wir jetzt haben und wir
sind froh, wenn es so bleibt“. Wer solchen Sätzen der „Anpassung“
folgt, sollte wissen, dass dies nicht im Interesse der Mehrheit ist. Das ist
das Konzept einer (privilegierten) Minderheit, die davon lebt, dass sich Menschen mit dem zufrieden geben, wie
es gerade ist. · Man nennt
das „Opferrollen-Mentalität“. Das will die Junge Generation
sicherlich nicht fortsetzen, denn es wird letztlich auch nicht funktionieren,
weil die „Grenzbelastung“ für unsere gesamten Lebensgrundlagen erkennbar wird. Es wäre eher naiv zu glauben, dass
an die Junge Generation die Bitte der
Älteren erginge, ihnen zu zeigen, wie alles einfacher, leichter und lebenskonformer
wäre. Naiv hin oder her, irgendwie „lustig“
daran ist allerdings, dass das für die Alten eher eine Chance als ein Problem sein könnte. Aber sie sehen das
(noch) nicht so. · Sie sind anders „konditioniert“. … Es muss irgendwie eine Art „Schock“
für Vertreter der Jungen Generation sein, erstmals auf einer Versammlung
eines Genossenschaftsverbandes teilzunehmen und zu erleben, dass dort
eigentlich nicht ernsthaft über Fragen des Genossenschaftswesens diskutiert
wird, schon gar nicht zukunftsgerichtet. Auch sonst etwas Anregendes oder für
die Zukunft der eigenen Genossenschafts-Entwicklung Wichtiges bzw.
Innovatives ist nicht erfahrbar. … Wir wollen durchaus noch etwas
herausfordernder sein. Wie wäre es mit dieser
(provokativen) Frage: ·
Welchen Stellenwert in euren (eigenen) Überlegungen zur
Entwicklung des Genossenschaftswesens hat der MENSCH, jeder Mensch z.B. in
einer kooperativen Wirtschaftsgemeinschaft? Wir meinen nicht nur die
Menschen, die direkt an eurer Genossenschaft mitwirken (Teilhaber). Lasst uns
auch die vielen Außenkontakte“, z.B. Lieferanten, Kunden und andere
Dienstleister, einbeziehen.. Auch in diesem Wechselspiel spielen „generationsübergreifende“ Momente eine wichtige Rolle. Wir
erkennen deutlich: · Nicht
alle Kontakte vollziehen sich zwischen „Gleich-Generationierten“. Auch Steuerberater,
Rechtsanwälte, Banker oder „Beamte“ (in vielfältiger Art) sind eher der „Älteren
Generation“ zuzurechnen. · Es
scheint, ihr benötigt eine Menge von „Ambiguitäts-Toleranz“ (vereinfacht ausgedrückt: „Ertragens-Bereitschaft“) An der „Nahtstelle“ des
Überganges von Konkurrenz-Wirtschaft zu Kooperations-Wirtschaft, wird man um
solche „generationsübergreifende“ Kontakte kaum herumkommen. … Wie wäre es, statt die „Alt-Generation“
zu „ignorieren“, mit und durch sie „Erfahrungen“
zu sammeln, sich sozusagen „fit für
die (Übergangs-)Zukunft“ machen zu
lassen.. Das (erfahrene) Alter zu „Ignorieren“
oder gar mit Ablehnung zu reagieren, scheint nicht unbedingt „intelligent“ zu sein. Könnte „Verstehen“ und „Verständigung“
nicht sogar der Jungen Generation eher Vorteile bringen? Man lernt zumindest dabei, aus
„Fehlern zu lernen“, sofern man den Unterschied zwischen „früher-heute-später“
stets vor Augen hat. Nichts ist eigentlich direkt vergleichbar, die Zeiten
wandeln sich immer schneller…. Außerdem werden wir nie diskursiv erfahren
können, wie die Situation „damals“ war. Selbst der Vertreter der „Älteren
Generation“ wird nicht genau reflektieren könne, was „damals“ wirklich geschah. Wir erfahren lediglich, wie man
das von „damals“ aus „damaliger Sicht“ erlebt und dann interpretiert hat. Wir erkennen: ·
Es gibt nicht „die Wahrheit“, es gibt viele „Wahrheiten“,
und eine von den (unendlich vielen Wahrheiten) ist, die man uns gerade
erzählt. …. Die „Lernsituation“ liegt durchaus
darin, zu erkennen, „wie“ diese „Generation“ wahrnimmt und welche Schlüsse
sie jetzt daraus zieht. So – oder ähnlich – entsteht aus
etwas, was man für „überflüssig“ oder „uninteressant“ hält, eine Art „generationsbergreifendes“
(kostenloses) Coaching, um z.B.
besser zu verstehen, wie man auf Kunden, Lieferanten, etc. aus der (alten) „Generation“
zugeht. … Wer offen ist, Erfahrung und Erkenntnis zu „sammeln“, ignoriert solche Mitgliedertagungen der (Genossenschafts-) Verbände nicht, sondern sucht nach „Erfahrungen ist zu Chancen“ werden könnten. … Derzeit erleben wir eher „Sprachlosigkeit“ zwischen den
Generationen, die
dazu führt, wechselseitig sich „Des-Interesse“ vorzuwerfen. Intelligenter wäre es, jedoch
aktiv zu signalisieren: · Wir wollen eigentlich alle das Gleiche – z.B. das „Konkurrenz-System“ zu wandeln. Auch wenn wir dafür andere Wege sehen und gehen, weil unsere „Einsichten“ andere sind, ist es sinnvoll, eure „WIR-Sicht“ zu erfahren“ … Soviel zunächst zur Einstimmung, auf welche Hürden man stoßen wird,
wenn man vom „idealisierte“ Gründungs-Stadium in das überwechselt, was
gemeinhin als die „Praxis“ bezeichnet
wird. Wir erwähnen dies nicht, um
euch zu entmutigen. Eher wollen wir das Gegenteil auslösen: · |

