QuantenInstitut

Hier veröffentlichen wir vor allem aus den diversen Fach-Gruppen des QuantenInstituts. Inzwischen wird in immer mehr Wissenschaftsbereichen erkannt, dass "Forschung und Lehre" ohne Einbeziehung der Quantenphysik recht oberflächlich bleiben, manchmal sogar fehlerhaft sind. Beim QuantenInstitut geht es neben der Forschung, vorrangig um praxisbezogene Impulse, AnwendungsWissen für Entscheidungsträger. In Fragen der WirtschaftsCooperation sind für uns der Bundesverband MMWCoopGo e.V. (für Cooperations- u. Genossenschaftswirtschaft) und dessen "ThinkTank" das SCFI (SmartCoop ForschungsInstitut) Partner. Hinweis: Unsere CoopGo-Dialoge (per Mail, Telefon- o. Video) sind kostenfrei, sofern uns die Möglichkeit eingeräumt wird, diese Informationen zur Förderung des Kooperativen Wandels einzusetzen („Hilfen zur Selbsthilfe“). Ausschließlich, um eine bessere Lesbarkeit zu gewährleisten, können die Fragen (stilistisch) geringfügig angepasst werden. Danke für euere Hilfe zur Gestaltung einer Kooperations-Gesellschaft. Koordination: Dr. Adoy Allisei, Gerd K. Schaumann
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2020-11-06

Jugend in Genossenschaft

 


Wir wollen mehr als nur ein bisschen mit Recht, Steuern und Betriebswirtschaft „jonglieren“!  …

Genossenschaft-Online: Zunächst aufrichtigen Dank. Genau diese Lebendigkeit benötigt der Genossenschafts-Sektor jetzt – zumindest in Deutschland. Und wir hatten schon gedacht, die Jugend sei über ihren Handys eingeschlafen oder „Whats App‘t“ gerade mal wieder von einer „Sprachredundanz“ zur nächsten.  …

Ja, ihr habt Recht, der Genossenschafts-Sektor ist (mental) völlig überaltert. Nicht Geburtsdaten sind wichtig, sondern die jeweiligen „Denk- oder Geisteshaltungen“. …

Es muss für Junge Menschen langweilig und irritierend sein, wenn man nicht über die eigentlichen „Menschlichen Chancen und Geistigen Potenziale“ in und mit Genossenschaft redet, sondern vorrangig Genossenschaften als Modelle für  „Vergangenheitsbewältigung“, „Reichtumsabsicherung“ oder zum Steuern sparen nutzt. …

Das mögen Themen tatsächlich für das (fortgeschrittene) Alter sein, also für Menschen, die sich längst mit dem Konkurrenz-System arrangiert haben. Aber eben nicht für Menschen, die am Anfang ihrer Lebensplanung stehen.

Diese junge Generation hat auch nicht vor:

·       Das „Deutschtum in Genossenschaft“ zu überhöhen oder mittels Genossenschaften so etwas wie „Sippen-Territorien“ in „Selbstverwaltung“ zu generieren. Russland ist eben nicht Deutschland, so schön wie es auch in den „Anastasia-Bänden“ klingen mag. …

Was aber die Junge Generation wirklich will, wird auch (noch) nicht so recht klar. Es ist sicherlich einfacher zu wissen, wo man nicht hin will. Aber es ist unentbehrlich, die Bilder der Zukunft jetzt entstehen zu lassen. Wer das nicht berücksichtigt, könnte sich irgendwann in einer Gesellschaft befinden, die man ebenfalls eigentlich nicht wollte, z.B. eine Gesellschaft der „künstlichen Intelligenz“. …

Wir wollen bewusst provozieren, aber so etwas wie „Coop-Eden“ sieht anders aus. …

·       Wie genau sehen also euere Bilder der Zukunft aus, die Bilder einer Gesellschaft, in der z.B. ein Kooperativer Wandel bereits stattgefunden haben könnte?

·       Die Bilder der Zeit nach der Konkurrenz …

Wer nicht weiß, wo er/sie wirklich hin will, nicht so etwas wie einen „Coop-Routen-Planer“ hat, wird auch nicht erfahren, ob und wie genau diese Welt aussieht. Menschen haben im Laufe der Generationen bereits viele Konzepte  erprobt. Sozialismus war eine davon. Auch wenn solche Konzepte sich nicht wirklich entfalten konnten, die Sehnsucht nach:

·       „Leben geht anders“

 – vor allem auch ohne „Gegeneinander“, ohne Krieg, ohne Armut, ohne Privilegien, etc. -  hat es immer wieder gegeben. …

Derzeit scheint jedoch so etwas wie „Stillstand“ eingetreten zu sein, es gibt keine wirklichen Entwürfe für eine „Sehnsucht nach Veränderung“. …

Stattdessen scheint Lethargie und Unsicherheit sich auszubreiten:

 „Wir wissen, was wir jetzt haben und wir sind froh, wenn es so bleibt“.

Wer solchen Sätzen der „Anpassung“ folgt, sollte wissen, dass dies nicht im Interesse der Mehrheit ist. Das ist das Konzept einer (privilegierten) Minderheit, die davon lebt, dass  sich Menschen mit dem zufrieden geben, wie es gerade ist.      

·       Man nennt das „Opferrollen-Mentalität“.

Das will die Junge Generation sicherlich nicht fortsetzen, denn es wird letztlich auch nicht funktionieren, weil die „Grenzbelastung“ für unsere gesamten Lebensgrundlagen erkennbar wird.

 Ohne Diskurs, ohne Kommunikation, auch wenn das manchmal nicht leicht wird, kann die  erwünschte (kooperative) Veränderung kaum (zeitnah) stattfinden.

Es wäre eher naiv zu glauben, dass an die  Junge Generation die Bitte der Älteren erginge, ihnen zu zeigen, wie alles einfacher, leichter und lebenskonformer wäre.

Naiv hin oder her, irgendwie „lustig“ daran ist allerdings, dass das für die Alten eher eine Chance als ein Problem sein könnte. Aber sie sehen das (noch) nicht so.

·       Sie sind anders „konditioniert“. …

 So ist das auch bei (Genossenschafts-) Verbänden, zumal es dort – im Vergleich zu Parteien – auch keine „Jugendorganisationen“ gibt.

Es muss irgendwie eine Art „Schock“ für Vertreter der Jungen Generation sein, erstmals auf einer Versammlung eines Genossenschaftsverbandes teilzunehmen und zu erleben, dass dort eigentlich nicht ernsthaft über Fragen des Genossenschaftswesens diskutiert wird, schon gar nicht zukunftsgerichtet. Auch sonst etwas Anregendes oder für die Zukunft der eigenen Genossenschafts-Entwicklung Wichtiges bzw. Innovatives ist nicht erfahrbar. …

Wir wollen durchaus noch etwas herausfordernder sein. Wie wäre es mit dieser (provokativen) Frage:

·       Welchen Stellenwert in euren (eigenen) Überlegungen zur Entwicklung des Genossenschaftswesens hat der MENSCH, jeder Mensch z.B. in einer kooperativen Wirtschaftsgemeinschaft?

Wir meinen nicht nur die Menschen, die direkt an eurer Genossenschaft mitwirken (Teilhaber). Lasst uns auch die vielen Außenkontakte“, z.B. Lieferanten, Kunden und andere Dienstleister, einbeziehen.. Auch in diesem Wechselspiel spielen „generationsübergreifende“ Momente eine wichtige Rolle. Wir erkennen deutlich:

·       Nicht alle Kontakte vollziehen sich zwischen „Gleich-Generationierten“.

Auch Steuerberater, Rechtsanwälte, Banker oder „Beamte“ (in vielfältiger Art) sind eher der „Älteren Generation“ zuzurechnen.

·       Es scheint, ihr benötigt eine Menge von „Ambiguitäts-Toleranz“ (vereinfacht ausgedrückt: „Ertragens-Bereitschaft“)

An der „Nahtstelle“ des Überganges von Konkurrenz-Wirtschaft zu Kooperations-Wirtschaft, wird man um solche „generationsübergreifende“ Kontakte kaum herumkommen. …

Wie wäre es, statt die „Alt-Generation“ zu „ignorieren“, mit und durch sie  „Erfahrungen“ zu sammeln, sich sozusagen  „fit für die (Übergangs-)Zukunft“  machen zu lassen..

Das (erfahrene) Alter zu „Ignorieren“ oder gar mit Ablehnung zu reagieren, scheint nicht unbedingt „intelligent“ zu sein.

Könnte „Verstehen“ und „Verständigung“ nicht sogar der Jungen Generation eher Vorteile bringen?

Man lernt zumindest dabei, aus „Fehlern zu lernen“, sofern man den Unterschied zwischen „früher-heute-später“ stets vor Augen hat. Nichts ist eigentlich direkt vergleichbar, die Zeiten wandeln sich immer schneller….

 Außerdem werden wir nie diskursiv erfahren können, wie die Situation „damals“ war. Selbst der Vertreter der „Älteren Generation“ wird nicht genau reflektieren könne, was „damals“ wirklich geschah. Wir erfahren lediglich, wie man das von „damals“ aus „damaliger Sicht“ erlebt und dann interpretiert hat.

Wir erkennen:

·       Es gibt nicht „die Wahrheit“, es gibt viele „Wahrheiten“, und eine von den (unendlich vielen Wahrheiten) ist, die man uns gerade erzählt. ….

Die „Lernsituation“ liegt durchaus darin, zu erkennen, „wie“ diese „Generation“ wahrnimmt und welche Schlüsse sie jetzt daraus zieht.

So – oder ähnlich – entsteht aus etwas, was man für „überflüssig“ oder „uninteressant“ hält, eine Art „generationsbergreifendes“ (kostenloses) Coaching, um z.B. besser zu verstehen, wie man auf Kunden, Lieferanten, etc. aus der (alten) „Generation“ zugeht. …

Wer offen ist, Erfahrung und Erkenntnis zu „sammeln“, ignoriert solche Mitgliedertagungen der (Genossenschafts-) Verbände nicht, sondern sucht nach „Erfahrungen ist zu Chancen“ werden könnten. …              

Derzeit erleben wir eher „Sprachlosigkeit“ zwischen den Generationen, die dazu führt, wechselseitig sich „Des-Interesse“ vorzuwerfen.

Intelligenter wäre es, jedoch aktiv zu signalisieren:

·       Wir wollen eigentlich alle das Gleiche – z.B. das „Konkurrenz-System“ zu wandeln. Auch wenn wir dafür andere Wege sehen und gehen, weil unsere „Einsichten“ andere sind, ist es sinnvoll, eure „WIR-Sicht“ zu erfahren“ …

Soviel zunächst zur  Einstimmung, auf welche Hürden man stoßen wird, wenn man vom „idealisierte“ Gründungs-Stadium in das überwechselt, was gemeinhin als die „Praxis“ bezeichnet wird.

Wir erwähnen dies nicht, um euch zu entmutigen. Eher wollen wir das Gegenteil auslösen:

·      


Irrt „Herr Raiffeisen“ – oder interpretieren wir ihn nur „falsch“?

  *Alles kooperiert genial mit Allem* CoopCreation-Dialoge   * Unser Körper zeigt : So genial geht Coo...

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