QuantenInstitut

Hier veröffentlichen wir vor allem aus den diversen Fach-Gruppen des QuantenInstituts. Inzwischen wird in immer mehr Wissenschaftsbereichen erkannt, dass "Forschung und Lehre" ohne Einbeziehung der Quantenphysik recht oberflächlich bleiben, manchmal sogar fehlerhaft sind. Beim QuantenInstitut geht es neben der Forschung, vorrangig um praxisbezogene Impulse, AnwendungsWissen für Entscheidungsträger. In Fragen der WirtschaftsCooperation sind für uns der Bundesverband MMWCoopGo e.V. (für Cooperations- u. Genossenschaftswirtschaft) und dessen "ThinkTank" das SCFI (SmartCoop ForschungsInstitut) Partner. Hinweis: Unsere CoopGo-Dialoge (per Mail, Telefon- o. Video) sind kostenfrei, sofern uns die Möglichkeit eingeräumt wird, diese Informationen zur Förderung des Kooperativen Wandels einzusetzen („Hilfen zur Selbsthilfe“). Ausschließlich, um eine bessere Lesbarkeit zu gewährleisten, können die Fragen (stilistisch) geringfügig angepasst werden. Danke für euere Hilfe zur Gestaltung einer Kooperations-Gesellschaft. Koordination: Dr. Adoy Allisei, Gerd K. Schaumann
Posts mit dem Label Neue Schule werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Neue Schule werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

2013-10-12

Haben viele Lehrer bereits resigniert …?


Teil C: Wie können Lehrer an ihrer Schule etwas – zugunsten der Schüler - verändern oder bewegen …?

Bereich: Neue Schule

Die gesamte Frage:


In unserer Schule gibt es recht kontroverse Meinungen zwischen den Lehrern wie didaktisch und methodisch effektiv gelernt werden kann. …

Beim Bild zum Schüler tauchen teilweise wirre Einschätzungen auf, zwischen „genetisch“ bedingt, bis zu „sozialem Milieu“…

Viele Lehrer scheinen bereits resigniert zu haben und meinen, dass man geben die Medien eben nicht ankomme …

Sie arbeiten „irgendwie etwas ab“, was ihnen der Lehrplan vorgibt. ..

Aber wirkliche Gespräche darüber, was wahres SELBST ist oder „Wer bin ich“, finden nicht statt. …

Und wenn jemand doch dazu was sagt, wird er entweder als „religiös“ oder als „esoterisch“ abgestempelt. …

Und weil keiner aus der „Norm“ treten, keine Konflikte haben möchte, sind die Gespräche zwischen den Kollegen meist nur recht oberflächlich …

Was könnte man in einer solchen verfahrenen Situation als guter Lehrer tun, der für seine Schüler „durchs Feuer geht“ …

(männlich, Stufenleiter an einer Gesamtschule, 41,)

Anmerkung: „QuAntworten“ nennen wir - bei Deutsches Denkzentrum QuantThink -  Antworten, die sozusagen „quantenphysikalisch“ optimiert wurden. Diese Form überschreitet oft unsere DENK-Gewohnheiten, stellt aber dennoch eine interessante Variante zu unserem „Alltags-Denken“ dar. Sie bringen uns heraus aus unseren oftmals zu leicht akzeptierten „Muster“, auf denen Medien und andere „Wisser“ gern aufbauen.

Wir veröffentlichen hier – mit Zustimmung der Betroffenen – kurze Auszüge aus unseren QuAntworten, E-Mail-Coachings, etc..          
Hinweis
In dieser einen Frage werden gleich 4 oder gar 5 wichtige Einzelthemen angesprochen. Wir haben mit dem Fragesteller vereinbart, die QuAntworten ebenfalls aufzuteilen. 

Teil C der Frage:
 

Viele Lehrer scheinen bereits resigniert zu haben und meinen, dass man geben die Medien eben nicht ankomme …

Sie arbeiten „irgendwie etwas ab“, was ihnen der Lehrplan vorgibt. ..
 

QuAntwort – Teil C

Eigentlich wäre so etwas wie „resignieren“ interessant. Damit würde ausgedrückt, dass eine gegebene „Signatur“ widerrufen würde. Und „Signatur“ bedeutet „etwas unterzeichnen“. Und unterzeichnen tut man gemeinhin nur etwas, mit dem man einverstanden ist. Also wäre eine „Re-Signatur“ (oder Re-Signieren) der Widerruf der Zustimmung einer ursprünglich gegebenen Zustimmung. ...

Wer „resigniert“, hat also seine ursprüngliche Zustimmung widerrufen.

Könnte es nicht sein, dass „re-signierende“ Lehrer ein recht interessantes Phänomen darstellen, denn sie scheinen mit dem aktuellen Stand von Entwicklungen nicht mehr einverstanden zu sein.

Gemeinhin erwartet man von Menschen, wohl besonders von Lehrern, dass sie für die Aufrechterhaltung ihrer „Ideale“, für die sie einst angetreten sind, diese „kämpferisch“ verteidigen.

Unterstellen wir einmal, dass ein Lehrer diesen Beruf gewählt hat, weil er oder sie darin eine Herausforderung sahen, z.B. „junge Menschen auf ein erfolgreiches Leben vorzubereiten“.

Was ein „erfolgreiches Leben“ ist, dazu hatte dieser Lehrer einst vielleicht recht klare Vorstellungen, z.B. bezüglich Arbeit, Beruf, Familie, Elternrolle ... oder was auch immer.

Und vielleicht gehörte auch zu den Vorstellungen des Lehrers, es „besser“ hinzubekommen, die Sache mit den Schülern, besser wie er oder sie das aus eigenem Erleben in der Schulzeit in Erinnerung hatten ...

Vermutlich gibt es auch solche Lehrer, die „Ideale“ nur vorgeben, aber andere Begleiterscheinungen des Beruf recht nützlich finden, wie z.B. so etwas wie „sicherer Arbeitsplatz“, Autorität, längere Zeiten ohne Unterricht, Ansehen ... oder was auch immer letztlich der Grund sein könnte, um Lehrer zu sein.

Nach einer längeren Zeit des Suchens stellt besagter Lehrer oder besagte Lehrerin vielleicht fest, dass sich alle „Motive“ ihrer ursprünglichen Berufswahl irgendwie nicht erfüllt haben, zumindest keine Zufriedenheit oder die ersehnte Erfüllung brachten.

Sie fühlen sich irgendwie leer und desillusioniert.

Das tritt bei dem einen Lehrer-Menschen vielleicht schon nach kurzer Zeit auf, andere benötigen etwas länger, während wiederum andere längst ihre Maßstäbe verändert haben.

Das ist es, was wir dann als so etwas wie „Re-Signation“ von Lehrern bezeichnen.

Das hat sicherlich Folgen für den Einsatz im Unterricht und dessen Vorbereitung. ...

Während früher noch akribisch der Unterrichtsablauf „geplant“ wurde, mit Tafelbild und anderen methodischen Finessen, geht man jetzt in die Klassen und „wartet was kommt“ und geht darauf ein.

Irgendwie ungerecht, klagen die anderen Lehrer.

Andere Lehrer werden dazu vielleicht sagen:

Meine eigene Zeitbelastung für Unterricht, Vor- und Nachbereitung des Unterrichts und von Lernkontrollen, Konferenzen, Schüler- und Elterngespräche, usw. liegt bei mindestens 45-50 Stunden, während meine Kollegin X , dafür nur ..... aufwendet.

Na, ja, die macht sich ihr Leben einfach und leicht – und dafür bekommen wir beide das gleiche Geld ... – ich muss blöd sein, mir dabei nichts zu denken und werde deshalb ...

Die große Frage wäre jetzt:

„Welches ist nun der bessere Lehrer, die bessere Lehrerin?“

Wir fragen zurück: Welches ist dazu dein Bewertungsmaßstab?

Stimmt es wirklich, dass „Fleiß und Preis“ zusammengehören?

Festzustellen ist lediglich, dass Lehrer A mehr Zeit einsetzt, als Lehrer B.
Sichtbar ist weiterhin, dass Lehrer A alles von seinen Vorstellungen aus „steuert“.

Man nennt es wohl das „erwartete Schülerverhalten“.

Hier gibt der Lehrer vor, zu wissen, wie sich nicht nur der Schüler A, sondern jeder einzelne Schüler der gesamten Lerngruppe verhalten wird.

Das ist irgendwie so ähnlich, wie die Annahme, dass alle Menschen bei den gleichen Situationen oder Bildern gleich assoziieren.

Das hätten manche wohl gern, aber ganz so „einheitlich“ funktionieren auch die Menschen im hochmedialen Zeitalter noch nicht oder vielleicht sogar gerade deshalb nicht mehr.

Die hier angemessene Frage:

Sehen wir also den Menschen als Individuum oder als Kollektivwesen?

Diese tiefergehende Frage wäre vorab zu thematisieren.

Der re-signierende Lehrer, der den „Spontan-Unterricht“ wählt – ob bewusst oder unbewusst – gibt zumindest den Schülern so etwas wie eine Chance, den Unterricht auf ihre jeweiligen Interessen auszurichten. ...

Um eine wahrscheinlichen Kritik vorwegzunehmen:

Wir sagen nicht, dass ein „Spontan-Unterricht“ besser ist, wir sagen lediglich, dass ein offener Unterricht nicht mit „Re-Signation“ (im traditionellen Sinne) gleichzusetzen ist. ...

Wir wollen das nicht vertiefen, sondern einer anderen Spur nachgehen, was ursächlich sein könnte für ein „Re-Signations-Signal“.

Die Lehrerin hatte vielleicht ursprünglich ein Bild von „freudvollen und lernbegierigen Schülern“ vor Augen.

Sie hat dazu viel ausprobiert, aber was sie auch tat, die Schüler waren selten lernbegierig und noch seltener freudvoll.

Sie liebten die Ferien, freuten sich über Unterrichtsausfall, waren irgendwie froh, bald die Schule hinter sich gelassen zu haben.

Zwar erinnerten sie sich dann, nachdem sie beruflich unterwegs waren, gern an ihre Schulzeit zurück, aber aktuell, wären sie lieber nicht zur Schule „verpflichtet“ gewesen. ...

Um mit dieser verdeckten Form von „Schulverweigerung“ seitens der Schüler umgehen zu können, werden seit Jahrzehnten Studien geschrieben, Handreichungen an Lehrer verteilt, bemüht sich ein riesiger Wissenschaftsapparat mit ständig neuen Vorstellungen zu brillieren.

Und man stellt ein merkwürdiges Ergebnis fest:

Mit Zunahme solcher Intentionen werden die Probleme nicht kleiner, sondern sie scheinen sich sogar zu vergrößern. ...

Diese Erscheinung deckt sich mit einem anderen Bild in der Gesellschaft:

Je mehr Geld und Aufklärung in Gesundungsmaßnahmen investiert wird, umso „kränker“ empfindet sich die Bevölkerung. ..

Das „problematische gesellschaftliche Umfeld“, die zunehmende „mediale Bestrahlung“ und ähnliche Gründe werden ins Feld geführt, damit dieser Widerspruch zwischen „erhöhtem Aufwand und abnehmenden Ertrag“, nicht thematisiert und etwas danach grundlegend in Frage gestellt wird. ...

Wir wollen nicht verhehlen, dass das gewählte System mit Namen Schule, durchaus funktioniert, funktioniert allerdings nur im Sinne von Legitimation gegenüber dem gesellschaftlichen Gesamtbewusstsein.

Es gibt allerdings zunehmend mehr Indizien dafür, dass es immer weniger zu funktionieren scheint, und immer mehr in Widerspruch zum (noch nicht angepassten) Individualbewusstsein gerät.

Das ist allerdings nicht nur ein Thema von Schule, das durchzieht die gesamte Gesellschaft, besonders auch das Thema Beruf und Arbeit.

Das Grund-Glaubensmuster unserer Gesellschaft scheint etwa so zu lauten:

„Du wirst „zufällig“ in einem sozialen Umfeld geboren. Das erleichtert oder erschwert dir den Zugang zu einem leichteren oder schwereren Leben. Um den „Zufall“ der Familie auszugleichen, gibt die Allgemeinheit dir Förderchancen. Schule ist so eine dieser Förderchancen. Du kannst sie nutzen oder nicht, aber beschwere dich nicht über deine Entscheidungen. Das Leben ist eher unfair, Leid und Krankheit inklusive. Und wer stetig und recht hart arbeitet, kann es zu etwas bringen. ... Du solltest eine Familie haben, Kinder und für alle gut sorgen können. Du kannst an jede Menge Abwechslung teilnehmen; Fernsehen, Urlaub, Feiern, Feste, Veranstaltungen, Bücher ... oder was auch immer, werden für deine „Zer-Streuung“ sorgen. ...  Und wenn du älter wirst, gibt es eine Rente und wenn du gebrechlich wirst, eine Pflege ... und irgendwann eine pietätvolle Beerdigung. ...

So ähnlich ist das vorrätige Glaubens-Konzept des Planeten, das vor allem immer weniger junge Menschen zu überzeugen scheint ...

Die Frage wäre nun, ob ein solches Konzept das einzig vorstellbare Konzept ist, auf eine Frage wie:

Ist unser LEBEN tatsächlich so – oder vielleicht ganz anders - gemeint?

Vielleicht ahnen die jungen Wesen, dass LEBEN tatsächlich anders gemeint ist.

Vielleicht erinnern sie sich – mehr als bisher – daran, dass diese Art LEBEN zu führen, dringend renovierungsbedürftig wäre.

Vielleicht ahnen das sogar die Lehrer, die wir als „re-signierend“ bezeichnen? ...

Nur:

„Re-Signation“ sollte lediglich Schritt 1 sein; ist aber ein wichtiger Schritt.

Wir bleiben einfach stehen und steigen aus. ...

Wir steigen aus dem nie enden wollenden Bündel von scheinbar wichtigen Verpflichtungen und scheinbar notwendigen Ablenkungen, der Teilnahme an allen möglichen Angeboten zum „Zeit-totschlagen“ aus, die aber allesamt uns noch nie wirkliche Erfüllung geben konnten. ...

Die Zeit könnte gekommen sein, dass der Wandel – den einige meinen, mit dem Jahr 2012 zu verbinden - jetzt einfacher wird und mehr Menschen erreicht.

Neue Wesen werden das wohl immer deutlicher verspüren, und das wird zuerst in Schulen sichtbar sein. ...
                                                          

Ältere Wesen spüren das in Form von immer weniger wahrer Zufriedenheit und Erfüllung.

Irgendwie scheint das kollektive Gesamtbewusstsein nicht mehr ganz stimmig, und im Laufe der Zeit scheint sich diese Unstimmigkeit stetig zu vergrößern.

Weil alles letztlich nur Energie ist, die sich hier in Materie manifestiert hat, schauen wir uns das gern „energetisch“ an.

Auch unser Bewusstsein ist nur eine Form von Energie.

Und wenn sich das menschliche Bewusstsein verändert, verändert sich auch die Energie.

Diese veränderte Energie ist mit ursächlich dafür, dass uns die Dinge leichter und einfacher erscheinen. Das ist auch die Folge, dass mehr wissenschaftlich neue Erkenntnisse immer rascher zu Tage treten.  

Die Energie wird leichter, und deshalb kommen mehr und schneller Wissenschaftler an dieses (stets vorhanden gewesene) Wissen heran.

Schauen wir näher hin, so könnte man sagen:

Ein Wissenschaftler „schafft“ kein Wissen, sondern er erschließt den Zugang zu dem bereits vorhandenen Wissen, er oder sie ist eher ein „Entdecker“...

Der leichtere Weg dahin besteht darin, sich mehr und mehr aus den bestehenden Glaubensmustern „auszuklinken“ ...

Ein Lehrer, der z.B. in Frage stellt, ob die aktuell gängige Methode des Lernens wirklich effektiv ist, hat die große Chance, Zugänge zu effektiveren Methoden zu erschließen. ...

Wie wäre z.B. der Weg des Wahrnehmens, spielerisch, quasi meditativ ...?

Also könnte so etwas wie „Re-Signation“ sogar eine Chance beinhalten, denn derjenige, der seine „Signatur“ dem Bestehenden ein Stück weit entzieht, hat beste Voraussetzungen zu einem „Quantensprung“ für neue Wege in der Schule. ...

 Und alles beginnt nicht irgendwo anders, sondern zunächst bei sich selbst.

 Wer das erkennt, erfährt eine Menge Dinge zu seinem eigenen Leben und hat damit gute Voraussetzungen ein effektiver Lehrer zu sein.
 

Nur derjenige, der SELBST-Re-Signiert, also die Korrektur bei sich SELBST unterlässt, hat als Lehrer –in der Tat – Schülern wenig zu geben. Bevor er oder sie sich gänzlich „kaputt-spielt“, sollte lieber dieses Spielfeld  verlassen werden ...

Der Beruf des Lehrers hat etwas Faszinierendes zu bieten:

Das Wechselspiel mit jungen Menschen macht ihn aufmerksam, sich SELBST immer wieder erneuern und verändern zu können ...

Ein authentischer Lehrer – also ein SELBST-Bewusster Lehrer - wird die Herzen der Schüler quasi „nebenbei erobern“ – und dann wird er einen seltsam schönen Wandel wahrnehmen:

Die Schüler lernen gern mit ihm oder ihr!

        

 

2013-10-05

Sich SELBST-bewusste Lehrer – Das Wichtigste, was Schüler und Schule benötigt?!

Bereich: NEUE ENERGIE – NEUE Schule

Frage

Sie stellen den Lehrer – nicht den Schüler – in den Mittelpunkt, wenn Sie über das „wirklich Wichtige“ in Schule (besonders Grundschule) sprechen. Wird das wirklich dem Beruf gerecht, und vor allem, was hat das mit den Lehrinhalten des Schülers zu tun? Es geht doch vor allem den Eltern, den Schülern um die Inhalte ... und dass diese zu guten Lernergebnissen und Lebenschancen führen ...

(Weiblich, Leiterin einer Gesamtschule, 48,)

Anmerkung: „QuAntworten“ nennen wir - bei Deutsches Denkzentrum QuantThink -  Antworten, die sozusagen „quantenphysikalisch“ optimiert wurden. Diese Form überschreitet oft unsere DENK-Gewohnheiten, stellt aber dennoch eine interessante Variante zu unserem „Alltags-Denken“ dar. Sie bringen uns heraus aus unseren oftmals zu leicht akzeptierten „Muster“, auf denen Medien und andere „Wisser“ gern aufbauen.

Wir veröffentlichen hier – mit Zustimmung der Betroffenen – kurze Auszüge aus unseren QuAntworten, E-Mail-Coachings, etc..          

QuAntwort

Die Annahme, ein unterrichtender Lehrer oder eine Lehrerin könne das eigene SELBST-Verständnis sozusagen von den Adressaten (Schülern) abkoppeln, wird gern unterstellt. Es basiert auf der Annahme, dass ein Wesen deshalb „neutral“ würde, weil es der Beruf erfordert.

Das mag oberflächlich so erscheinen können, ignoriert jedoch bereits den aktuellen Stand der traditionellen Denk-Forschung, z.B. bei der Interpretation von Situationen und Texten.

Prüfen Sie das selbst, indem Sie z.B. die Position eines Zeugen einnehmen, der einen Sachverhaltsverlauf schildern soll. Jeder Richter und Staatsanwalt wird das gern bestätigen können. ...

Da spielen viele Dinge hinein, selbst die tagaktuelle Verfassung der Person wirkt ein, d.h. sie interpretiert ein Ereignis an unterschiedlichen Tagen u.U. völlig anders, vor allem, je mehr Emotionalität im „Spiel“- ist. ...

Wir wollen hier aber über die „traditionellen“ Wissenschaftspositionen – wie bekannt – bewusst hinausgreifen ...

Dazu machen wir einige grundlegende Anmerkungen.

Schulpolitik, Lehrpläne, Lehrerausbildung, Erziehung, sie alle basieren auf einem bestimmten Grundbewusstsein, aus dem sich bestimmte Denk- und Glaubensmuster ableiten. ...

Einige dieser – fundamentalen – Glaubensmuster in unserer Gesellschaft sind:

·        Das Leben des Menschen beginnt mit der Geburt und endet mit dem Tod.

·         Das Leben ist eher auf der Vermeidung von Leid, nicht auf dem Anspruch nach Freude aufgebaut.

·        Wenn man es zu etwas „bringen“ will, muss man dafür „hart arbeiten“ (oder eben fleißig lernen).

·         „Zufälle“ gestalten den Verlauf unseres Lebens, das beginnt bereits damit, welche Gene jemand von welcher Familie mitbekommen hat.

·         usw.

Eines der zentralsten – tief „vergrabenen“ und gern ausgeklammerten Glaubensmuster wird komplett ignoriert:

·         Ist der Mensch ein Wesen, das sich in einer latenten „Opferrolle“ befindet, oder hat das Wesen vielleicht Voraussetzungen, die es befähigen können, ein machtvoller Gestalter seiner Lebensverhältnisse zu sein?

Nehmen wir an, dass es so etwas wie „Zufall“ nicht geben könnte, weil der Mensch die vollständige Kontrolle über sein Leben hätte und alles (ja wirklich alles!), was in seinem Leben geschieht, selbst verursachen würde (natürlich nicht bewusst, aber doch unbewusst).

Und was wäre, wenn Leben ein ununterbrochener Daseinskreislauf wäre, der lediglich die Form verändert, in der Wesen in Erscheinung treten. Das Wesen seine Erscheinung lediglich angepasst an die jeweiligen Erfordernisse, wie diese z.B. eine eher schwere (physische) Welt (Erde) oder eine leichte ätherische (nichtphysische) Welt, erfordert?

Wäre dann Leben und „Tod“ nicht lediglich so etwas wie eine Umformung (Transformation)?    

Eine solche Annahme impliziert natürlich einige Konsequenzen auch für die Sicht gegenüber Kindern, z.B.:

·         Sind dann Kinder „neue“ Wesen oder gibt es so etwas wie „neu“ und „alt“ überhaupt?

·        Werden dann diese Kinder in bestimmte soziale Umgebungen „zufällig“ oder recht absichtlich hineingeboren, und wenn dem so sei, was könnte Sinn dieser Entscheidung für sie sein?

·        Was bedeutet dann so etwas wie „fördern“, „erziehen“, „beurteilen“, oder „beraten“?

·       Was bedeutet dann so etwas wie eine besondere Art von „Verhaltensauffälligkeit“?

·        Was bedeutet dann, Kinder zu „normieren“ oder für sie soziale „Standards“ vorzusehen und sie daran zu messen?

·       Was würden dann „einheitliche Lehrpläne“, „sonstige Lernhilfen“, „Benotungen“, etc. für eine Bedeutung haben?

·       Und letztlich, wie verhalten sich dann die jeweiligen Unterrichtsvorbereitungen der Lehrer dazu?

Man könnte solche Fragen noch wesentlich umfangreicher stellen. Hier geht es lediglich darum, das Prinzip, auf dem „Antworten“ fußen, zu erkennen. ...

Lehrer, die sich mit ihrem eigenen „SELBST-Verständnis“ auseinandersetzen, werden früher oder später sich mit solchen oder ähnlichen Fragen anfangen auseinanderzusetzen.

Natürlich wird dies nicht einfach sein, in einem gesellschaftlichen Kontext, der festgefügt, von anderen Grundannahmen ausgeht.

Wir nennen das „kollektives Gesamtbewusstsein“, worin Erziehung, Kindergarten und Schule eine gewichtige Stabilisierungsfunktion haben.

Lehrer, die an diesen „Glaubensmustern“ rütteln, werden lernen müssen, sich auf entsprechende Reaktionen (auch der Eltern) einzustellen ...

Aber was wäre die Alternative dazu, sozusagen die latente Anpassung?

Sie würde – früher oder später – zu dem führen müssen, was heute bereits viele Lehrer erleben: Sie stehen in einer Art Dauerkonflikt zu sich selbst. ...

Und eine solche Situation hat Folgen für die Lehrer und Lehrerinnen: Gesundheit und Körper reagieren auf Ängste, Sorgen, Zweifel, Widersprüche und Unzufriedenheit „zuverlässig“ negativ, oftmals sogar dramatisch negativ ...

Das Lehrpersonal befindet sich wohl in dem, was man eine „Zwickmühle“ zu nennen pflegt:

·         Entweder sie ignorieren, sich mit sich SELBST zu beschäftigen, was wohl immer schwieriger durchzuhalten sein wird, denn es geht nicht um etwas Äußeres, es geht um etwas, was tief im Inneren sich regt. ... und weiter regen wird. Latenter werdende „Unlustgefühle“ und fehlende Lebensenergie sind erste Botschafter ... ... und das überträgt sich natürlich auch auf die Schüler ...

·         Ignorieren sie die „Botschaften“ nicht, und beginnen sie die Kinder so zu sehen, wie sie sich selbst sehen (wollen), dann beginnt so etwas wie eine Neuorientierung, fast ein Neu-Anfang. Diese Lehrer werden plötzlich über mehr Lebensenergie verfügen, sich körperlich und geistig wohler fühlen, ihren Beruf sozusagen neu entdecken. ...

Und wie kommen diese Lehrer mit ihrem Widerspruch zum kollektiven Gesamtbewusstsein klar?

Eigentlich besser, als man denkt, denn sie müssen sich mit keinem „anlegen“, gegen niemanden „ankämpfen“, keine Eltern, Kollegen oder gar die Schulaufsicht „missionieren“.

Sie müssen einfach nur authentisch sein.

Lehrer, die diesen Weg gehen, sollten nicht andere versuchen von etwas zu überzeugen, sondern sie werden selbst aufgrund ihrer Veränderung „Zeugnis“ ablegen, z.B. indem sie von anderen Kolleginnen oder Kollegen angesprochen werden, die z.B. fragen: „Wie machst Du das bloß, dass Du mit allen „Schwierigkeiten“ so gut zu Recht kommst, und dabei so ausglichen und freundlich sein kannst?“

Jetzt kann der Lehrer zum Lehrer für den anderen Lehrer werden ...

Aber nicht im Sinne von: “Du muss dieses oder jenes tun oder unterlassen ...“ Vielmehr sollte er oder sie einfach darüber sprechen, was sie oder er getan hat, um eben so zu werden oder zu sein ... Und wie der oder die andere Kollegin darauf reagiert, bedarf keines Kommentares, keines Urteils, denn keiner kann wissen, weshalb, diese Kollegin oder dieser Kollege (noch) nicht bereit sein könnte, sich ebenfalls auf sich SELBST zu besinnen. ...

 

Nach-Frage

 

Ich muss oder werde - wenn ich mich auf mich SELBST beziehe – nicht den Beruf aufgeben oder mich um eine andere Stelle, vielleicht an einer fortschrittlicheren Privatschule bewerben wollen? ...     

 

Wenn Sie das Gefühl haben, dass das leichter für Sie würde, sollten Sie es tun.

Aber das wird vermutlich nicht notwendig sein. Gehen Sie davon aus, Sie werden an diesem Platz, an dem Sie sind, auch benötigt. Es gibt eben so etwas wie „Zufall“ nicht. ...

Und gehen Sie bitte auch von der Gewissheit aus, dass es weniger die Worte sind, die verändern. Denn Worte bewegen viel weniger, als gemeinhin angenommen. Mindestens so sehr gestalten unsere Gedanken und die von uns ausgestrahlte Energie (Gefühle).

Das ist das Schöne an der Situation, Sie müssen noch nicht einmal über Ihren Weg mit anderen sprechen; keine Anträge in der Lehrerkonferenz stellen, oder „Rundbriefe“ an Lehrer, Schulaufsicht oder Eltern verfassen.

Die wahre Kraft von Veränderung geht über das Bewusstsein. Es gibt nicht nur ein (kollektives) Bewusstseinsfeld „Gesellschaft“. Es gibt viele viele „Gruppen-Bewusstseinsfelder“ oder (besser) „Gruppen-Energiefelder“, denn letztlich und alles ist mit allem verbunden, wie die (Quanten-) Physik dies seit langem weiß. ...

Unsere Gedanken – und vor allem die Gefühle - jedes einzelnen Lehrers „korrespondieren“ ununterbrochen mit diesem „Feld“.

Und je positiver (freudvoller, liebevoller, zielklarer ...) solche Gedankensind, umso kraftvoller sind sie. Negative Gedanken verfügen über eine wesentlich geringere Kraft ...

Und je mehr Sie und andere solche kraftvollen Gedanken „senden“ und diese durch entsprechend starke Gefühle „aufladen“, umso kraftvoller wird Ihr Anteil im „Gruppenbewusstsein“ dieser Schule. ...

Sie sehen, es kommt nicht nur darauf an, was Sie denken und empfinden in der Schule, sondern ihre „Einstellung“ insgesamt (im Gespräch mit Kollegen, der Familie ...) ist sehr wichtig, um das „Feld“ positiv (oder eben negativ) zu beeinflussen.

Es gibt so etwas wie ein „Gesetz der Anziehung“. Während das bekannte „Gesetz der Schwerkraft“ für die Organisation der Materie zuständig ist, „organisiert“ das Gesetz der Anziehung unsere Gedanken und Empfindungen. Wir sind sozusagen wie ein großer Magnet, der stets nur das Gleiche anzieht.

Wer sich mit diesem Gesetz auskennt und mit ihm „hantiert“ hat, lernt zu verstehen, warum wir davon ausgehen, dass es keine „Zufälle“ gibt und jeder Mensch die vollständige Kontrolle über sein eigenes Leben hat.

Leider werden unsere Schüler und jungen Wesen darüber (noch) nicht informiert ...

Und die Lehrer selbst, kennen diese es oder haben sie es ausprobiert?

Was hält sie davon ab, es für sich selbst zu testen?

Sie vermitteln „soziale Kompetenz“ für die Schüler, aber wie wäre es mit dem Anspruch von „Lebenskompetenz?“ ...

Sie könnten jetzt vielleicht ahnen, was es heißt, wenn so jemand wie Shakespeare (sinngemäß) sagt, dass es mehr hinter dem Vorhang zu entdecken gibt, als wir annehmen ...

Ein Lehrer, eine Lehrerin, jeder Mensch,  der sich auf den Weg begibt, sich SELBST zu entdecken, entdeckt dabei zugleich auch den Anderen (Schüler, Kollegen ...)“

Das meinen wir damit, wenn wir – durchaus etwas provokativ verkürzt – sagen:

 „Das Wichtigste in der Schule ist, dass die Lehrer sich SELBST beginnen zu entdecken!“

Das kann man letztlich nicht lernen, nicht lehren, nicht in Seminaren oder Kursen finden ...

Die Suche beginnt mit dem ersten Schritt (vielleicht eine Anregung wie diese oder ein Artikel oder ein Seminar ...) und endet mit der eigenen Erfahrung, der SELBST-Erfahrung. ...

Was spricht eigentlich dagegen, etwas Zeit täglich dafür zu verwenden, sich nur mit sich SELBST zu beschäftigen?

Das ist kein „Egoismus“, das ist vielleicht das Beste, was jemand tun kann, um ein Leben zu führen, das ihn oder sie erfüllt. ...

Und wirklich erfüllte Lehrer, Lehrer, die ihr Leben, ihren Beruf lieben ... Was gibt es besseres für Schüler, wie solchen Lehrern im Leben begegnet zu sein?

 

  

 

 

Irrt „Herr Raiffeisen“ – oder interpretieren wir ihn nur „falsch“?

  *Alles kooperiert genial mit Allem* CoopCreation-Dialoge   * Unser Körper zeigt : So genial geht Coo...

Beliebte Beiträge