QuantenInstitut

Hier veröffentlichen wir vor allem aus den diversen Fach-Gruppen des QuantenInstituts. Inzwischen wird in immer mehr Wissenschaftsbereichen erkannt, dass "Forschung und Lehre" ohne Einbeziehung der Quantenphysik recht oberflächlich bleiben, manchmal sogar fehlerhaft sind. Beim QuantenInstitut geht es neben der Forschung, vorrangig um praxisbezogene Impulse, AnwendungsWissen für Entscheidungsträger. In Fragen der WirtschaftsCooperation sind für uns der Bundesverband MMWCoopGo e.V. (für Cooperations- u. Genossenschaftswirtschaft) und dessen "ThinkTank" das SCFI (SmartCoop ForschungsInstitut) Partner. Hinweis: Unsere CoopGo-Dialoge (per Mail, Telefon- o. Video) sind kostenfrei, sofern uns die Möglichkeit eingeräumt wird, diese Informationen zur Förderung des Kooperativen Wandels einzusetzen („Hilfen zur Selbsthilfe“). Ausschließlich, um eine bessere Lesbarkeit zu gewährleisten, können die Fragen (stilistisch) geringfügig angepasst werden. Danke für euere Hilfe zur Gestaltung einer Kooperations-Gesellschaft. Koordination: Dr. Adoy Allisei, Gerd K. Schaumann
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2019-07-23

Die Neue Generation wählt bewusst Kooperation (Coop) - Teil 2 -


Was sind (kooperative) Gedanken? Woher kommen sie? Können wir sie „steuern“?

Intro:
Die „Neue Generation wählt bewusst den kooperativen Wandel“. Um diese bedeutsame These zu untermauern, haben wir sie in einem eigenständigen  Beitrag näher begründet. Zum besseren Verständnis der MailCoachings empfehlen wir diesen Beitrag ebenfalls zu lesen.
Hinweis
Dies ist Teil 2 der veröffentlichten Fragen/Antworten eines MailCoachings, Es könnte sich anbieten, auch Teil 1 (Frage 1) – im Blog nachstehend - zu kennen.


Bereich
Grundfragen des kooperativen Wandels

Frage 2
- Auszug aus einem MailCoaching -

Danke für Ihre Antwort.
Es war nicht leicht für mich, offen meinen Kindern zu begegnen, aber es hat sich offensichtlich gelohnt. …
Wir haben zunächst vereinbart, dass wir versuchen, jede Form von Kritik wechselseitig - zu vermeiden. Dies war für mich nicht einfach, denn bisher war ich meist in der Position des „Regieführers“. Ich gebe sozusagen die „Richtung“ vor. Von „oben“ wird erwartet, dass ich Konzepte präsentiere, die letztlich alle dazu dienen, langfristig den Ertrag zu steigern. Da ist für „kooperative Experimente“ einfach kein Spielraum. Diesen „Zwang“ habe ich meinen Kindern erläutert. Logisch, welche „Lobby-Arbeit“ daraus folgt. …
Es war auch für die Kinder nicht einfach, denn sie haben inzwischen eine eigene Art gefunden, „ihre“ Welt zu interpretieren.
Wir stellten dann schnell fest, dass ohne diese „Kritikpunkte“ irgendwie eine Art „Leere“ eintrat.
Diese „Leere“, war eher ein Schweigen. Dabei bemerkte ich, dass ich zwar schwieg, aber die „Kritik“ immer noch in meinen Gedanken war. Ich fragte meine Kinder, ob das auch bei ihnen so sei. Sie bestätigten das. …
Was dann geschah, war irgendwie seltsam. Ich versuchte vergeblich, meine immer wiederkehrenden Gedanken der Bewertung und Kritik „auszuschalten“, was jedoch nicht gelang.
Als ich meine Kinder nach diesem „Phänomen“ befragte, bestätigten sie das. …
Dann schloss sich daran eines unserer intensivsten Gespräch an, die wir je gemeinsam geführt hatten …
Wir hatten das seltsame Gefühl, dass wir „gedacht wurden“, also immer wieder Gedanken sich einschlichen, die wir irgendwie nicht stoppen oder verändern konnten. Wenn ich ehrlich bin, dann habe ich weiterhin meine Kinder „bewertet“, ohne dies jedoch sprachlich auszudrücken. Irgendwie kam ich mir „gespalten“ vor. …
Kann man wirklich an A. denken und gleichzeitig über B. reden und ggf. sogar C. tun?
Am Abend nach unserem Gespräch musste ich noch lange an diese Widersprüchlichkeit denken und ertappte mich sogar dabei, dass ich das wohl in meinem Arbeitsprozess tagtäglich ähnlich tue. …
Gibt es dazu Lösungen, wie man sich z.B. „in Griff bekommt oder behält“? …
Zunächst abschließend eine Frage: wären Sie bereit, ein Gespräch in unserer Familie gelegentlich zu moderieren. Es können auch mehrere Gespräche sein. …
Ich denke, Sie können Diskretion zusagen?! Eine gute Honorierung versteht sich von selbst. Die Stundensätze unserer Trainer liegen bei …. €. Könnte das passen?

FragestellerIn: Leitender Manager in einem größeren Unternehmen

Antwort 2
(Auszug)

Vorweggesagt, uns interessieren weder Stundensätze noch Aufträge. Wir gehören zu den Menschen, die solche „Einkaufs-Mechanismen“ nicht nutzen. …
In unserer „Welt“ reden wir eher von „Energieausgleich“. Das wäre auch ein mögliches „Tausch-System“ im Rahmen einer „Kooperations-Gesellschaft“. Und wie „bewertet“ man dort u.U. „Leistung“ und „Gegenleistung“? „Intelligent und bewusst“, würden wir antworten. Beides ist wohl nicht der Maßstab in einer Gesellschaft, die „Geschäftemachen“ vorrangig sieht und in der die Menschen auf „Kunden“ oder „Marktteilnehmer“ oder ähnlich „freundlich“ bewertet werden. …
Wie wäre es, mit einer kleinen „Kostprobe“ für Kreativität? Welche Idee hätten Sie, um so etwas wie „Energieausgleich“ in Erscheinung zu bringen?
Die ist keine „Kritik“, nur eine Herausforderung an einen flexiblen Geist, der Sie zweifelsfrei sind, nur eben auf ein System fixiert, das nicht mehr hohe Akzeptanz zu finden scheint, wie Ihre Kinder sagen. …
Nehmen wir einmal an, wir würden uns (als Gesellschaft)  – bewusst – auf eine andere „Tauschform“ verständigen, z.B. mittels „Energiepunkten“ (EP), um es neutral auszudrücken. Wie könnte dann der „Energieausgleich“ z.B. aussehen. …
Wohl gemerkt es geht nicht zuvörderst um Lösungen, sondern vielmehr darum, „eingefahrene“ Denk- und Handlungsmuster kreativ zu erweitern. …

Also ja, wir nehmen die Herausforderung zur Moderation an. Sofern Ihnen nichts anderes einfällt, spenden Sie einfach einen Betrag an eine gemeinnützige Einrichtung zur Förderung eines Entwicklungshilfe-Projektes und „inspirieren“ Ihre Firma, eine „Patenschaft“ für ein solches Projekt zu übernehmen. Wir vertrauen ganz auf Ihr Wort. …

Kommen wir nun zu Ihren „Entdeckungen“ bezüglich der „Welt der Gedanken“. Erstaunlich, wie viele es davon gibt. Die Neurowissenschaft spricht von ca. 50.000 (!) Gedanken jedes Menschen an jedem Tag. Davon sollen etwa 25% zugunsten des Denkenden wirken, 75% der Gedanken wirken jedoch „gegen“ die „Denkenden“. Das sind „Durchschnittswerte“, die sich sicherlich sogar bei bestimmten Menschengruppen noch negativer gestalten werden. ….

Warum das so ist und wie das zugunsten der „förderlichen“ Gedanken korrigieren ließe, wäre durchaus auch eine Frage an den „Personalvorstand“ Ihres Unternehmens, denn bezahlt wird wohl auch in Ihrem Unternehmen meist nach (verbrauchter) „Zeit“. …

Nun, wo kommen also unsere Gedanken her?

Aus dem Gehirn, ist die „gängige“ Meinung. Diese teilen wir jedoch nicht. Wir sehen eher das Gehirn als einen „Prozessor“, der genial konstruiert ist für die „Verarbeitung“ von Daten, jedoch nicht für die Erzeugung von z.B. Ideen. …
„Googlen“ Sie doch einfach mal unter „Mike“, das Huhn, das ohne Kopf lebte. Alle Funktionen des Körpers waren vorhanden, nur Kopf fehlte. …
Nein, Gedanken können werden von der „biochemischen Masse“ Gehirn sicherlich nicht erzeugt, aber wohl durchaus verarbeitet. …

Versuchen Sie das „Denken“ mal auszuschalten. Das ist möglich, aber bedarf einiger Übung. Nehmen Sie zumindest mal aufmerksam zur Kenntnis, welche Gedanken sich (ungefragt) „einschleichen“. Die Meinung, dass wir eigentlich recht wenig Einfluss darauf haben, WAS wir denken, sollte uns schon nachdenklich machen. Wenn Gedanken uns steuern, sollte man meinen, dass es ein zentrales Thema der Wissenschaft wäre, zu wissen, wo und wie sie entstehen, besonders wie und womit sie beeinflusst werden, Denken Sie jetzt nur an Schule und Lernen. …  Wen wundert es, dass dort eher „Programmierung“ verursacht wird, und damit „Inspiration“ bzw. Kreativität oder „Problemlösung“ auf der Strecke bleibt. …

Was wäre, wenn Denken etwas mit „Bewusstsein“ (eine Art Energiefeld) zu tun hätte, sozusagen eine „Schwingungs-Resonanz“ besteht. Ja, Sie könnten durchaus richtig folgern, wenn Sie den menschlichen „Energie-Level“ in Bezug auf den „Denk-Level“ sehen. Ganz erforscht ist das Thema nicht. …

Die Kinesiologen können mit verschiedenen Testvarianten das gut belegen. (Sie können auch beginnen, selbst zu testen). Wir haben im IWC QuantenInstitut mittels diverser Testvarianten einen signifikanten Zusammenhang zwischen dem „Vital-Potenzial“ (Energie-Level) von Menschen und dem „Zugang“ zu „Denkebenen“ ermittelt. Man könnte vereinfacht sagen: Menschen „ziehen“ sozusagen nur solche „Denk-Strukturen“ an, die ihrem „Energie-Level“ entsprechen. Diese „Anziehung“ geschieht selten bewusst. Der Satz „wir werden gedacht“ hat durchaus Berechtigung. …

Lassen Sie uns noch kurz auf die These eingehen, dass seit dem Jahre 2000 vermehrt Kinder geboren werden, die über einen wesentlich höheren „Energie-Grund-Level“ verfügen, wie vorhergehende Generationen. Dieses „Phänomen“ haben wir ebenfalls „getestet“ und können die Annahme weitgehend bestätigen. Wir waren überrascht, dass einige Kinder bereits über einen „Energie-Grund-Level“ (EGL) von über 400 - 500 (!) Messeinheiten verfügen, während der Durchschnitt der Menschen etwa bei einem EGL von knapp über 200 Einheiten liegt. …

Wir vermuten, dass der EGL bei Ihrer Tochter tendenziell – recht konstant bei 480-500 liegt (Tendenz steigend). Vereinfacht ausgedrückt, liegt die Resonanz Ihrer Tochter auf einer (Bewusstseins-) Ebene, die kaum mehr unbewusste Gedanken „anzieht“ (bzw. „denkt“). die der derzeitigen gesellschaftlichen Grundresonanz entsprechen. ….
Ihr eigener EGL „pendelt“ zwischen 350 und 475 (je nach Situation).

Daraus können Sie durchaus folgenden Schluss ziehen:

·       Es macht wenig Sinn, Ihrer Tochter – rational – verdeutlichen zu wollen, das „Konkurrenz-Spiele“ in irgendeiner Weise für die gesellschaftliche Entwicklung Sinn machen würde.
·       „Rationalität“ ist ein interessantes „Spiel“ des Verstandes, aber ein sehr eingeschränktes, weil „Wahrnehmung“ ausgeblendet wird und der Verstand stets nur das einbeziehen kann, das er bereits kennt oder zu kennen glaubt.
·       Ihre Tochter verfügt über Zugriff auf „Wissen“ – auch wenn ihr das nicht bewusst sein könnte - das den Verstand quasi überschreitet. Damit erkennt sie – viel deutlicher wie Sie selbst – wohin eine Entwicklung führen wird, die auf den (alten) Denkmustern aufbaut.
·       So, wie z.B. eigentlich jedem „intelligenten“ Menschen hätte seit längerer Zeit klar sein müssen, dass ein „erdgebundenes“ Transportsystem, das wertvolle Ressourcen verbrennt und damit zugleich Klimaprobleme verursacht, einfach langfristig kontraproduktiv ist.
·       Genau so, wie es seltsam erscheinen muss, dass wir – allesamt der Gattung Mensch angehörig – es auf diesem kleinen Planeten nicht hinbekommen können, für jeden Mensch eine (Über- ) Lebensgrundlage zu schaffen. In den Bewusstseinsbereichen mit denen Ihre Tochter „in Verbindung“ ist, wird sie einfach keine Gedanken „anziehen“ können, solche Entwicklungen nachvollziehen oder gar akzeptieren zu könne/wollen.

Sie mögen daran – exemplarisch – erkennen, dass langfristig auch das „beste“ Bemühen der „Medial-Industrie“ nicht ausreichen wird, um einen Bewusstseinswandel oder einen „kooperativen Wandel“ zu verhindern.

Menschen mit einem EGL von über 450 – 500 stehen für diese Form von „Lebens-Ablenkung“ einfach nur noch mit „Grinsen“ gegenüber.
Ob „G-5“ hilft diese Bewusstseinsentwicklung zu „bremsen“? Wenn überhaupt, dann nur recht wenig. …

Lassen Sie uns an dieser Stelle unterbrechen und schauen, was die von Ihnen gewünschte „Familien-Mediation“ bringt. 

Und um auf Ihre Frage einzugehen: Selbstverständlich steht es Ihren Kindern frei, auch bei, IWC QuantenInstitut ein „MailCoaching“ durchzuführen. …
Sind Sie wirklich sicher, ob das in Ihrem Sinn wäre?           

PS:
Wir freuen uns, dass inzwischen „Führungspersonen“ aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Wissenschaft – besonders auch aus Heilberufen – immer mehr Interesse an unserer Arbeit finden. Gerade die – von uns strikt eingehaltene – Form absoluter „Anonymität“ hat sich bewährt. Deshalb veröffentlichen wir (was wir manchmal bedauern) auch nur solche Beiträge, zu denen wir die ausdrückliche Erlaubnis erhalten Manchmal ist das wirklich schade … Deshalb unser kleiner „Mut-Appell“, sozusagen zum „Energie-Ausgleich“: Lassen Sie Andere teilhaben am individuellen „Bewusstseins-Wandel“. Dieser wird zwar überall anders ablaufen, aber es „inspiriert“ oft, zu erkennen, dass man nicht allein dasteht ….
Gern nehmen wir dazu auch die letzte „Hürde“ aus dem „MailCoaching“ – (MaiCo) heraus: Wenn jemand es wünscht, verzichten wir künftig auch auf Angaben zum Tätigkeitsfeld. … 


Redaktion:
„Bewusst Coop“ im „IWC QuantenInstitut“
(Internationale Wissenschafts- Cooperation für angewandte Quantenphysik)


2019-07-19

Die „Vorboten“ des „kooperativen Wandel“ scheinen bereits die Familien erreicht zu haben …


Die Rolle der jungen Generation beim "kooperativen Wandel" 

Bereich
Grundfragen des kooperativen Wandels

Frage
- Auszug aus einem MailCoaching -

Ich bin seit einigen Jahren als Abteilungsleiter in einem großen Unternehmen tätig. Viele meiner Freunde beneiden mich um diese Stellung…
Es ist eine sehr verantwortliche Tätigkeit, ich verdiene gutes Geld und bin zufrieden.
Eine meiner Aufgaben besteht darin, in Politik und Verbänden das zu tun, was man wohl als „Lobby“ bezeichnet.

Deshalb wird von mir – und auch von meiner Familie – erwartet, dass ich die Interessen der Firma und der Branche engagiert vertrete. … 

Das scheinen jedoch meine Kinder anders zu sehen, was zunehmend Konflikte verursacht.
Weil dabei viel über „kooperative Zukunft“ geredet wird, benötige ich etwas „Argumentationshilfe“ ...

Zunächst kurz zu meiner Familie.

Meine Frau und ich haben zwei Kinder im Alter von 14 und 19 Jahren. Meine Frau ist Beamtin, mein Sohn besucht das Gymnasium und meine Tochter studiert.  

Während meine Frau uneingeschränkt zu meinem Beruf steht, auch wenn ich öfters mehrtägig – im In- und Ausland – unterwegs bin, gibt es mit meinen beiden Kindern immer mehr Konflikte.

Meine 19-jährige Tochter „provoziert“ mich immer wieder mit recht drastischen Kommentaren, wie z.B.:

·       „Papa du bist doch lediglich Handlanger für die „Mächtigen“, die noch nie das gesagt haben, was sie eigentlich denken“ ….
·       „Sie tun lediglich alles, wie z.B. dich und deine sog. Führungstypen zu „ködern“, damit nicht auffällt, was sie eigentlich tatsächlich beabsichtigen“…
·       „Merkst du eigentlich nicht, dass du ein nützlicher Unterstützer eines Systems bist, das keine Zukunft hat. Alle kämpfen gegeneinander, der Stärkere überlebt, der Rest geht kaputt.
·       „Hauptsache die Aktionäre werden zufriedengestellt, was die Produkte für den Planet bedeuten, ist euch völlig egal“. …
·       „Schau dir z.B. nur deine Seminare an. Da werden angeblich fortschrittliche Typen „eingekauft“, die einen Kram erzählen, den sie hoffentlich nicht selbst glauben, nur um weiterhin für dich und die Firma tätig sein zu dürfen. ….“
·       „Ich jedenfalls würde bei so etwas nie mitmachen und deshalb habe ich auch nie meinen Kommilitonen erzählt, was du tatsächlich machst.“ …

Als ob diese Kritik noch nicht genug wäre, erzählt sie aus ihrem studentischen Umfeld, dass es nicht allein bei unserer Familie „rumort“, wie sie es ausdrückt.  ….

„In einer meiner Studiengruppen, gibt es zahlreiche Kommilitonen, die von ähnlichen Problemen ihrer Eltern berichten. Einige Kommilitonen haben es zu Hause nicht mehr ausgehalten und sind ausgezogen. Wollt ihr warten, bis ich dies auch tue?“ …

Auch mein Sohn beginnt mich zunehmend zu kritisieren. …
Meine Frau versucht zu vermitteln, aber das gelingt ihr immer weniger.

Kürzlich konfrontierte mich meine Tochter mit der These, dass ich die “alte“ Welt vertrete, in der die Menschen recht wenig begriffen hätten, dass sie für andere, nicht für sich selbst tätig seien und das in einer Art und Form, wie Leben nicht gemeint sei“. …

Sie jedoch erkenne, dass es auch anders gehe, dass man z.B. miteinander kooperieren könne und dass kein Mensch weniger Wert sei, wie ein anderer.  

Und was bitte, wäre deine Lösung, fragte ich Sie. Mit einer großen Sicherheit und Überzeugung sprach Sie von einer Gesellschaft in Kooperation …

Können Sie mir bitte einige Hinweise geben

·       ob es tatsächlich möglich sein könnte, in einer Gesellschaft und Wirtschaft zu leben, in der alle Menschen kooperieren, gemeinsam darüber befunden wird, was hergestellt wird und sogar die Führung in Unternehmen von allen Mitarbeitern gewählt wird. ….

Das klingt irgendwie wie Sozialismus. Ein nicht gerade erfolgreiches Konzept, wie wir alle erfahren haben. …

Und eine weitere – für mich besonders wichtige - Frage:

·       Wie können wir zunächst in unserer Familie beginnen, endlich zum Stil von Kooperation zurückzufinden? Wenn Kooperation schon nicht in der Familie funktioniert, wie soll sie dann in der gesamten Gesellschaft funktionieren? …

Ich denke ein Meinungsaustausch könnte für beide Seiten recht spannend werden, auch wenn das wohl nicht unbedingt einem „Coaching“ entspricht. …

FragestellerIn: Leitender Manager in einem größeren Unternehmen

Antwort
(Auszug)

Lassen Sie uns eine kurze Vorbemerkung machen:

·       Seien Sie beruhigt, Sie stehen nicht allein. Solche „Generationen-Klärungen“, wie wir sie mal bezeichnen wollen, finden immer mehr statt. Noch sind sie – durchaus nachvollziehbar – kein „öffentliches“ Thema. Wir haben viele solcher „Anfragen“, die ähnlich der Ihrigen sind. Deshalb erlauben Sie uns, dass wir auch etwas grundsätzlicher antworten. Selbstverständlich werden wir Ihre speziellen Fragen nicht aus dem Auge verlieren. ….
·       Erstaunlich ist, dass solche Fragen besonders bei Eltern auftreten, die man gemeinhin zu den „tragenden Elementen“ von Politik, Wirtschaft, Gesellschaft“ zählen würde.
·       Um speziell für solche Gruppen notwendige „Brücken“ zu bauen, haben wir eine AG „Kooperation der Generationen“ gebildet. Die Ergebnisse werden wir auch auf diesem Blog veröffentlichen.

Unsere Anmerkungen zu Ihren Fragen:

Sie haben Recht, wir wollen gern dazu beitragen, dass es „spannend“ wird, sofern Sie bereit sind, einige Ihrer – unbewussten – Grundüberzeugungen, die man auch „Glaubensmuster“ nennt, etwas näher anzusehen. …

Wir beginnen dazu mit einigen – vielleicht für Sie recht ungewohnten - Fragen. Widerstreben Sie bitte nicht sofort, weil es irgendwie anders klingt. …
Sie müssen und sollen natürlich nicht Ihre nützlichen „Denkgewohnheiten“ aufgeben. Es reicht zunächst aus, wenn Sie sich in eine Position von „Why not“ begeben, also bereit sind, zu sagen:

·       „Kann ich mir wirklich sicher sein, dass die Dinge so sind oder so laufen, wie ich (und vielleicht die Mehrheit der Menschen) meinen, dass es so sei?

Beginnen Sie sich in einem Gespräch mit Ihren Kindern nicht sofort auf Ihre „Lebenserfahrungen“ zu berufen, sondern nehmen Sie die Haltung eines Gesprächspartners ein, der neugierig ist und offen für Neues. …
Nennen wir das vielleicht die „Haltung eines wahren Wissenschaftlers“. Denn so ein Wissenschaftler weiß, dass es mehr zu entdecken gibt, wie bisher wissenschaftlich bekannt. Nur eine offene Neugier befähigt Wissenschaftler, etwas Neues zu entdecken. Ohne diese gehörige Portion Neugier und Zweifel an dem Bestehenden, wird ein Wissenschaftler nicht befähigt sein, überhaupt engagiert zu forschen. Erst aus einer Haltung von Neugier und der Bereitschaft, auch „Irrtümer“ als Erkenntnis zu sehen, entstehen die Grundlagen von Best-Leistungen, die oftmals mit „Nobel-Preisen“ honoriert werden. …
Obgleich Wissenschaftler nicht gern darüber sprechen: Sie arbeiten stets „am Ende ihres letzten Irrtums“. Wäre es anders, würde Wissenschaft eingestehen (müssen), dass es nichts mehr zu „erforschen“ gäbe.  
Oder stellen Sie die Frage so: „Wieviel der Nobel-Preisträger“ müssten eigentlich heute ihren Preis zurückgeben, weil sie sich „geirrt“ hatten; der Forschungsprozess war noch längst nicht abgeschlossen …

Was wir damit andeuten wollen ist, dass es kaum Sinn macht, zu argumentieren, dass etwas „richtig“ oder „falsch“, „wissenschaftlich oder unwissenschaftlich“, „richtig oder falsch“ ist. Wenn wir uns bemühen, von „vorläufig“ oder „aus meiner Sicht“ zu formulieren, beginnen wir wieder „innovativ“ und „kreativ“ zu denken. ...
Zumindest in Ihrer Familie – warum nicht auch im Beruf – sollten Sie dazu übergehen, offen gegenüber Veränderungen zu sein.  

Bereichern Sie Ihr Vokabular etwa so:

·       „Der derzeitige Kenntnisstand der Wissenschaft ist …. „
·       „Meine derzeitige Meinung/Position ist … „
·       „Ich habe folgende Erfahrungen gemacht …
·       „Man kann es so, aber auch anders sehen“ …

Schauen Sie die Technikentwicklung in „Ihrem“ Unternehmen an und Sie ahnen, warum es das gute Recht Ihrer Kinder sein könnte (wahrscheinlich sogar sein sollte), Zweifel und Kritik beharrlich zu äußern. So gesehen sollten Sie dankbar sein, dass Ihre Kinder Sie herausfordern, mögen die Fragen auch noch so „absurd“ (oder unangenehm) für Sie sein. Die Fragen Ihrer Kinder mögen für sie „unangenehm“ oder „ungewohnt“ sein, aber sie sind in jedem Falle nicht „absurd“, schon gar nicht „falsch“
Wenn Sie genau hinhören, wird die „Kritik“ Ihrer Kinder wahrscheinlich viel offener und ehrlicher sein, wie Gespräche mit Mitarbeitern oder „Beratern“, die eher darum bemüht sind, Zustimmung und Sympathie von Ihnen erhalten. …
Aus dieser Sicht sind Ihre – und die anderer Eltern - Kinder eher eine Bereicherung, wie eine „Belastung“.
Erkennen Sie jetzt, warum sich so oft Könige – natürlich inkognito – unters Volk gemischt haben. …

Beginnen Sie auf Ihre Kinder offen zuzugehen. Laden Sie sie ein, um mit ihnen „Meinungen“ auszutauschen, nicht um sie von ihren persönlichen „Glaubensmustern“ zu überzeugen.
Beginnen Sie Fragen zu stellen, statt Antworten zu geben.
Gehen Sie in die „Offensive“ und laden Sie einfach mal Ihre Kinder (vielleicht zusammen mit ein paar Freunden) zu einem themenbezogenen Gespräch ein. Warum nicht Ihre Kinder dazu die Themen vorschlagen lassen?! …

Wir würden uns hier zunächst auf 2 der „Kritikpunkte“ Ihrer Tochter beziehen wollen. Zu den anderen Punkten schlagen wir vor, entweder zu telefonieren oder einen spezielles Coaching zu machen …

Ihre Tochter stellte fest (das ist zunächst deren Meinung) Daran ist nichts „falsch“ oder „richtig“. Es ist einfach ihre – gutes Recht – ein „Glaubensmuster“ kundzutun.
Sie sagt etwa:

·       „Mein Vater ist Handlanger der Mächtigen“

Sie sagt außerdem sinngemäß:

·       Mein Vater vertritt ein „System“, das keine Zukunft hat, weil es gegen die Interessen der Menschen gerichtet ist.

Sie bringt ihre Aussage in Verbindung mit „Konkurrenz“ und fehlender Verantwortung für das Ganze. Und sie leitet offensichtlich daraus ab, dass die Produkte des Unternehmens, für das sie recht einflussreich tätig sind, nicht im Interesse der Menschen und deren Lebensgrundlagen sind.
Idealiter würde Sie von Ihnen erwarten, dass ihr Vater das erkennt, sich davon distanziert, seinen Job aufgibt und ein „System“ fördert, das auf „Kooperation“ und „Lebensförderung“ basiert.

Dann wären Sie in Ihren Augen so etwas wie ein „guter Mensch“ und Ihre Tochter würde „stolz“ von Ihnen den Kommilitonen erzählen. …

Irrt „Herr Raiffeisen“ – oder interpretieren wir ihn nur „falsch“?

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