QuantenInstitut

Hier veröffentlichen wir vor allem aus den diversen Fach-Gruppen des QuantenInstituts. Inzwischen wird in immer mehr Wissenschaftsbereichen erkannt, dass "Forschung und Lehre" ohne Einbeziehung der Quantenphysik recht oberflächlich bleiben, manchmal sogar fehlerhaft sind. Beim QuantenInstitut geht es neben der Forschung, vorrangig um praxisbezogene Impulse, AnwendungsWissen für Entscheidungsträger. In Fragen der WirtschaftsCooperation sind für uns der Bundesverband MMWCoopGo e.V. (für Cooperations- u. Genossenschaftswirtschaft) und dessen "ThinkTank" das SCFI (SmartCoop ForschungsInstitut) Partner. Hinweis: Unsere CoopGo-Dialoge (per Mail, Telefon- o. Video) sind kostenfrei, sofern uns die Möglichkeit eingeräumt wird, diese Informationen zur Förderung des Kooperativen Wandels einzusetzen („Hilfen zur Selbsthilfe“). Ausschließlich, um eine bessere Lesbarkeit zu gewährleisten, können die Fragen (stilistisch) geringfügig angepasst werden. Danke für euere Hilfe zur Gestaltung einer Kooperations-Gesellschaft. Koordination: Dr. Adoy Allisei, Gerd K. Schaumann
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2021-03-22

Genossenschaften: Mit „Wertebewusstsein“ neue Zielgruppen finden: „Die (zertifizierte) Verantwortungs-Gemeinschaft“.


 

Essenz: 

Die Frage, ob Genossenschaften zugleich auch mit eindeutigen Wertebezügen verbunden sind, ist berechtigt. Für „Außenstehende“ ist es kaum nachvollziehbar, dass es (noch) nicht so ist. Wer sich als „Miteinander-Unternehmen“ – kurzum als „CoopGo“ - versteht und auch so wahrgenommen wird, sollte für die Öffentlichkeit auch analog Klarheit schaffen:

·       JA, wir übernehmen mit unserer Genossenschaft auch ein Stück Verantwortung für unser aller Zukunft!

 oder  

·       NEIN, es ist nicht unsere Absicht, auch (gesellschaftliche) Verantwortung für das Handeln unserer Genossenschaft zu übernehmen!

Warum nicht deutlich in der Öffentlichkeit „Kooperative Gesamt-verantwortung“ signalisieren? Genossenschaften werden bereits jetzt als zukunftsfähige Rechtsform wahrgenommen, auch wenn das – zumindest für Insider – eher mit Zurückhaltung zu sehen ist.

Aber auf diesem „Hoffnungs-Vorsprung“ kann man real „aufsatteln“, sozusagen Genossenschaften gezielt (freiwillig!) „zertifizieren“ …

„CoopGo Plus-Zertifikate“ (Nachhaltigkeit, Zukunftsfähigkeit, etc.), wäre ein Weg, um „kooperative Kompetenz“ mit Wertebezügen – nach innen und außen - zu verbinden. …  

Frage

Jeder kann offensichtlich eine Genossenschaft gründen. Spielt es dabei wirklich keine Rolle, womit man sich wirtschaftlich befasst? Die „Prüfungsverbände“ richten sich schwerpunktmäßig nach den Themen:

·       Werden die Mitglieder gefördert?

·       Ist das Projekt wirtschaftlich „tragfähig“?

·       Werden die Rechtsregeln (Satzung, etc.) eingehalten?

Die zentralen – durchaus wertebezogen - Andersartigkeiten von Kooperationen (nach innen und außen) spielen bisher kaum eine Rolle. Den Genossenschafts- und Prüfungsverbänden ist es scheinbar egal, WAS dieses „Gemeinschaftshandeln“ – nach innen und außen – bewirkt oder unterlässt. …

Für uns ist Genossenschaft keine „beliebige“ Rechtsform. Wir verbinden damit auch eine gewisse „Werte-Haltung“ gegenüber den „Mitmachern“ und auch gegenüber Kunden, Lieferanten, etc. und der Art, wie man z.B. Marketing und Werbung betreibt. …

Bisher spielt das offensichtlich (offiziell) keine Rolle, aber es wäre doch zu überlegen, Genossenschaften anzuregen, sich auch bewusster „wertebezogen“ darzustellen. Eigentlich sollte das auch Aufgabe der Verbände sein, vielleicht sogar in einem Gründungsgutachten das zu erwähnen. …

Antwort

Ihr sprecht hier einen Punkt an, der in der Tat bisher bei Genossenschaftsverbänden eher nachrangig war:

·       Implizieren Gemeinschafts-Unternehmen – wozu ja auch Genossenschaften zählen – zugleich auch eine Art Wertegefüge, wie dies vom Begriff „Miteinander“ angedeutet wird?

Aus unserer Sicht, sollten Genossenschaften „Farbe“ bekennen, ob und wie sie sich als Teil des „kooperativen Wandels“ verstehen. …

Es macht wenig Sinn, sich „unternehmerisch“ genau so „egozentrisch“ zu verhalten, wie die Mehrheit der „Konkurrenz-Unternehmen“ es derzeit tut.

Es mag sein, dass man mittels Genossenschaften z.B. eine leichte Verschiebung der Schieflage bei der Vermögensverteilung in der Gesellschaft hinbekäme, aber dies ist derzeit nicht der zentrale „Knackpunkt“ unserer Gesellschaft. …

Was aber wäre z.B. ein „zentraler Knackpunkt“? Wie wäre es z.B. mit dem Thema „Zukunfts-Verantwortung“?

Das würde wohl zu der Frage führen:

·       Weshalb sollten ausgerechnet Genossenschaften bei diesem Thema vorangehen?

„Sollen“ sie nicht. Aber es könnte intelligent sein, dies zu tun und dann damit zu „werben“. …

Wir würden prognostizieren, dass – sofern Genossenschaften gezielt bei entscheidenden Zukunfts-Themen vorangingen – sie den höchsten Glaubwürdigkeitsgrad hätten, dass man ihnen dies auch in der Öffentlichkeit abnehmen würde. …

Derzeit ist jedoch (noch) nicht zu erkennen, dass z.B. die Genossenschafts-Verbände die „Rechtsform Genossenschaft“ mit Begriffen, wie „Wertewandel“, „ganzheitliche Verantwortung“, „Zukunftsfähigkeit“, etc. verbinden. ….

Waran könnte das liegen?

·       Würde das „Gegenwind“ von kräftigen (Alt-) Gruppen bedeuten, denen es bisher eher darauf ankam, unter Beweis zu stellen, wie gut – oder sogar besser - eine Genossenschaft in der Konkurrenzgesellschaft funktioniert?

Wir sprechen nicht nur über Banken. …

Deutet sich vielleicht demnächst sogar ein „Riss“ in der bisher sorgsam „gehüteten“ Einheitlichkeit des Genossenschafts-Sektors an?

Das könnte durchaus der Fall, wenn:

·       Immer mehr Genossenschaften beginnen, „Zukunftsfähigkeit“, „Nachhaltigkeit“ und „Generationenverantwortung“ (selbstbindend) zu signalisieren. …

Die Folge davon könnte sein:

·       Es entwickeln sich neue Verbändestrukturen.

oder

·       Es gibt verlässliche „Indikatoren der Differenzierung“ (Zertifikate, Auszeichnungen) in den „Alt-Verbänden“, auf die sich die Bevölkerung (gesichert) verlasen kann. …

Was könnte das sein?

·       Z.B. ein Zertifikat, das solche Werte (Nachhaltigkeit, Zukunfts-Qualität, etc. gegenüber Kunden oder Öffentlichkeit quasi „garantiert“.

Wer könnte ein solches Zertifikat „prüfen“ und „verleihen“?

Ein Verband, der sich eindeutig für eine „Kooperations-Gesellschaft“ ausspricht und das auch so in seinen Statuten verankert hat!

„CoopGo“ ist die Aufforderung zum „Kooperativen Handeln“. Das ist erstmals in der Geschichte der Genossenschaften, eine

·       „zielbezogene Handlungsorientierung“, wenn auch wahrscheinlich noch zu abstrakt.

Wir sind sicher, wir werden gute, handlungsorientierte Vorschläge aus der Leserschaft bekommen. … 

    Kooperation – Ist die geniale Erfindung des nachhaltigen Vorteils!

Redaktion: Fachgruppe GenoFAQ - im SmartCoop ForschungsInstitut (SCFI) des MMW (Bundesverband der Cooperations- und Genossenschaftswirtschaft) i.V.m. Experten aus der Kooperations-Theorie und -Praxis.

 Kontakt: gks@menschen-machen-wirtschaft.de

Unsere Berater für Genossenschaftsfragen: DEGP Deutsch-Europäischer Genossenschafts- u. Prüfungsverband e.V. (info@degp.de) und der CoopGo Bund Freier Genossenschaften (gw@coopgo.de)

Unsere Berater für QuantenManagement: QuantenInstitut (IWMC Internationale Wissenschafts-u. MedienCooperation) info@quanteninstitut.de

  

2020-08-09

Geno - Geno-1.0 - Geno-2.0 – Der Unterschied kann erheblich sein!

 

Sind Genossenschaften nicht „gleich“ Genossenschaften? Auch wenn es die gleiche „Rechtsform“ ist, so könne doch deren Ziel, Zwecke, Inhalte, Motive, usw. durchaus völlig verschieden sein, in ihrer Wirkung nach innen oder außen. Niemand käme auf die Idee, zu behaupten, Vereine oder GmbHs seien „gleich“. Natürlich tragen sie den gleichen „Mantel“, aber sie verfolgen alle unterschiedliche Ziele. Warum sollte das bei Genossenschaften anders sein? Mittels des Begriffs „Kooperativer Wandel“ scheint sich bei Genossenschaften eine Art „Differenzierung“ zu zeigen, die - verkürzt - in der Frage mündet: „Wofür – bewusst oder unbewusst - dient eine Genossenschaft?“ Befördert sie eher einen „Kooperativen Wandel“ oder stützt sie eher die bestehende „Konkurrenz-Gesellschaft“. Das ist oftmals nicht ganz klar, auch den Mitgliedern nicht. Um dies jedoch in der Öffentlichkeit deutlicher zu machen, bedarf es einer „Kennung“. Sicherlich wird es geeigneter „Kennzeichen“ geben. Aber eine Differenzierung in Geno - Geno-1.0 -  Geno-2.0, könnte ein erster Anfang sein, um bewusster mit dieser Entwicklung umgehen zu können. Geno-2.0 steht für: WIR wollen eine „Kooperations-Gesellschaft“. …    

Selbst-Tests – Wege zu mehr eigener Souveränität

Frage:

Wir haben uns eindeutig „verabschiedet“ von einer Gesellschaft, in der jeder gegen jeden „konkurriert“. Wir sehen, dass uns dieses Denken letztlich an den „Abgrund“ führen kann. Weil wir unternehmerisch tätig sein möchten, kommt für uns nur die Form einer „Genossenschaft“ in Frage. Aber als wir begannen, uns näher mit Genossenschaften – auch international - zu beschäftigen, hatten wir den Eindruck, dass man in Deutschland den „Mantel“ einer Genossenschaften für die tollsten Motive nutzen kann. Als wir mit den Recherchen begann, waren wir überzeugt, dass Genossenschaften etwas „Besonderes“ seien, zumindest ein anderes Wertverständnis haben. Aber das „entpuppte“ sich schnell als Illusion. Wir hatten eher den Eindruck, Genossenschaften dienen dem bestehenden Konkurrenz-System als „Alibi“ und viele Genossenschaften sind sich dieses „Gebrauchs“ gar nicht bewusst. „Seht her, wir sind fortschrittlich“, wir machen es in „Genossenschaft“, so zumindest sahen es die meisten Vorstände von befragten Genossenschaften. Auch Verbänden aus diesem Sektor scheint nicht klar zu sein, dass sie an einer Art künstlicher „Konkurrenz-Stabilisierung“ mitwirken. Wir überlegen ernsthaft, uns von der Gründung einer Genossenschaft zu verabschieden …

Was man vielleicht einführen sollte, wäre eine Art „Gütesiegel“, wie z.B. in der Ökologischen Landwirtschaft oder der Klima-Frage …

Habt ihr ein paar nützliche Hinweise für uns?

FragestellerIn: Studenten-Netzwerk für Neue Wirtschaftskonzeptionen

Antwort:

Euere Frage ist wirklich tiefgreifend und zugleich lösungsorientiert. Wir sind euren Hinweise gefolgt und teilen zahlreiche eurer „Bedenken“. …

Wir halten in der Tat die Rechtsform der Genossenschaft für die derzeit beste Rechtsform, um einem „Kooperativen Wandel“ in unserer Gesellschaft mehr Nachdruck zu verleihen. Ihr habt aber Recht damit, dass nicht jede Genossenschaft per se willens (oder geeignet) ist , einen „Kooperativen Wandel“ (den inzwischen mehr als zwei Drittel der Menschen in unserem Land möchten),  zu stärken. …

Gerade Menschen der Jungen Generation (aber nicht nur diese) verbinden jedoch Genossenschaft mit „Kooperations-Gesellschaft“. …

Es wäre eigentlich jetzt an den bestehenden (Genossenschaftlichen)Verbänden, darauf intelligent zu reagieren. Aber selbst wenn sie sich – wider Erwarten – zeitnah für die Bedeutung eines „Kooperativen Wandels“ öffnen würden, wäre es fraglich, ob sie dafür (intern) überhaupt Zustimmung bei ihrer traditionellen Mitgliedschaft erfahren würden. Und ohne der Zustimmung, wird sich die „Politik“ dieser Verbände kaum bewegen. …

Wir würden gern in einem speziellen Beitrag näher auf mögliche „Identifizierungen“ und „Unterschiedsmerkmale“ zwischen Genossenschaften näher eingehen wollen und auch Anregungen zur Umsetzung geben. …

Hier zunächst nur einige erste Hinweise zur Diskussion:

 

·       Um deutlicher Unterschiede im Selbstverständnis von Genossenschaften - nach innen und außen - sichtbar zu machen, könnte man Genossenschaften in (mindestens) 3 Gruppen einteilen:

 

Vereinfacht gesagt, könnte etwa wie folgt „klassifiziert“ werden:

 

A.   Genossenschaften, die sich – relativ bewusst - mit dem „Konkurrenz-System“ arrangiert haben und recht gut damit und davon leben. Sie legen auch keinen besonderen Wert auf die Mitgliederförderung. Man könnte sie – vereinfacht gesagt – als Genossenschaften. bezeichnen.

B.   Genossenschaften, die sich – bewusst oder unbewusst - mit dem „Konkurrenz-System“ arrangiert haben, jedoch besonderen Wert auf einen möglichst intensiven und innovativen Förderzweck legen. Man könnte sie – zwecks Differenzierung – als Genossenschaften-1.0 (Geno-1.0) bezeichnen.

C.   Genossenschaften, die sich über das bestehende „Konkurrenz-System“ hinausbewegen wollen, hin zu einer Art „Kooperations-Gesellschaft“. Sie verfügen ebenfalls über  einen möglichst intensiven und innovativen Förderzweck. Sie achten jedoch zugleich bei ihrem Denken-Planen-Handeln darauf, dass ihr Umfeld (Lieferanten, Kunden, Umwelt) kooperativ integriert ist. Man könnte sagen: Neben dem „Förderzweck“ gibt es (gleichberechtigt) einen (ganzheitlichen) „Kooperations-Effekt“. Zwecks Differenzierung könnte man diese Genossenschaften als „Genossenschaften-2.0 (Geno-2.0) bezeichnen.

 

Wenn ihr mögt, können wir gern eure – gerade jetzt - wichtigen Ideen noch ein Stück mit unseren Ideen begleiten. Wir erwarten eure nächste Frage. …

 

Coop-Impulse-Testing (C-I-T)

Verschafft Klarheit auf dem Weg zur Kooperations-Gesellschaft

 

Redaktion: Fachgruppee  CoopGenial im IWMC QuantenInstitut (Internationale Wissenschafts- u. MedienCooperation für angewandte Quantenphysik)

Hinweis: Wir behalten uns vor – ausschließlich zum besseren Verständnis – Fragen stilistisch anzupassen.

In Fragen von Kooperationen und Genossenschaften arbeiten wir zusammen mit dem MMWCoopGo Bundesverband der Genossenschafts- u. Cooperationswirtschaft e.V. 

 

2020-07-31

„Stillste Revolution“ pro „Kooperative Evolution“ – Geht das?

 


Die etwas andere Sicht zu „Corona“: Wer hätte gedacht, dass es einer „Pandemie“ gelingen könnte, als „Stillste Revolution“ bezeichnet zu werden. Bisher verband man mit dem Begriff „Revolution“ eher „Aufstand“, „Widerstand“ und Gewalt. Man war sich nicht sicher, ob am Ende der „Revolution“ tatsächlich das eintrat, auf das die Menschen ursprünglich gehofft hatten. Meist wurde lediglich „Machthaber“ gegen „Machthaber“ ausgetauscht. Die wahren Interessen der Menschen traten letztlich nicht wirklich in Erscheinung. Dies könnte jetzt anders sein, denn es scheint so etwas zu geben, was man als „kooperative Evolution“ bezeichnen könnte. Nicht irgendwelche „Größen“ definieren die Zukunft, sondern es sind diesmal viele Menschen, die relativ unverbunden, etwa gleiche Ziele eint: Ein Leben in Gemeinschaft, mit nachhaltiger Verantwortung für das Ganze. Jetzt kommt es darauf an, zeitnah die Bilder einer „Kooperations-Gesellschaft“ in Erscheinung zu bringen, sozusagen eine „Kooperative Evolution“ zu gestalten. Gibt es dazu Vorbilder? Nicht unbedingt. Aber der Körper jedes Menschen zeigt recht deutlich, wie „Kooperative Intelligenz“ wirkt und was sie zu leisten vermag ...

CoopGo = WirKraft in Bewegung

Frage:

Bereits während unserer Studienzeit haben wir uns entschlossen, einen Arbeitskreis „Neue Unternehmensberater“ zu bilden. Wir sind entschlossen, unseren Schwerpunkt auf „Kooperationen“ zu legen. Leider gibt es dazu erst wenig Grundlagen. Die Inhalte unserer Vorlesungen, wie auch sonstige AGs an der Uni sind dafür wenig zu nutzen. …

Deshalb haben wir ein Netzwerk gebildet und qualifizieren uns sozusagen „autodidaktisch“. In unserem letzten „Netzwerk-Meeting“ haben wir auch über die Folgen von „Corona“ diskutiert. Das Ergebnis war für uns irgendwie überraschend. Zusammengefasst könnte man sagen: „Corona war die stillste Revolution“, die es je gab. „Corona“ – so unsere Prognose – wird aber wohl auch die „nachhaltigste Evolution“ auslösen, wie man jetzt bereits zum Teil erkennt. Und das Besondere daran: „Diese Evolution ist eindeutig kooperativ“ – nicht nur, aber vor allem in der Wirtschaft.   

Deckt sich das mit euren Erkenntnissen?

Danke - euer MailCoaching mit dem Tenor „Re-Start oder Neu-Start“. Es hat unsere Diskussionen sehr „befruchtet“ …

FragestellerIn: AK Junge Unternehmensberater

Antwort:

Ja, wir können den Grundtenor eurer Erfahrungen durchaus nachvollziehen. Auch die „Coop-Impulse-Test“ zeigen deutliche Schwingungserhöhungen, beginnend etwa nach 5 Wochen sei man über „Corona“ berichtete. …

Wir wollen hier auch nicht weiter auf die diversen (und kontroversen) Informationen aus den verschiedensten Medien eingehen, weil es jetzt eher darum geht, mit diesen Entwicklungen intelligent umzugehen, sozusagen, eine „neue Zukunft“ (kooperativ) zu gestalten. …

Damit meinen wir vor allem, dass Kooperation jetzt offen als „Vergleichsmaßstab“ zur Konkurrenz-Gesellschaft diskutiert wird. …

Viele Menschen ahnen, dass dieser „Corona-Stopp“ eine notwendige Pause war, um kritisch auf die bisherigen Entwicklungen zu schauen. Besonders Jugendliche können sich „weiter so“ im Konkurrenz-System einfach nicht mehr vorstellen. Das wirkt „ansteckend“ auf viele Diskussionen, die in der Verwandtschaft und den Freundeskreises der Jungen Generation geführt wurden. …

Themen, die den Sinn des Lebens und den Zweck von Wirtschaft berühren, werden zunehmend mit „Ganzheitlichkeit“, „Nachhaltigkeit“, „Gesundheit“, etc. verbunden. …

Während man noch vor wenigen Wochen eher nach einem - unbedingten – „weiter so“ strebte, wird inzwischen deutlich angeschaut:

·       Wie genau diese „Fortsetzung“ (nicht nur im Wirtschaftsbereich) aussehen soll bzw. kann. ….

Dabei scheint es auch keine Rolle zu spielen, ob oder wie die politischen Institutionen (Parteien, Regierung) reagieren, man beginnt einfach eigenständig neue Ideen zu entwickeln und für Startup-Projekte „Mitmacher“ zu suchen, die man meist auch findet. …

Dies wäre eigentlich eine Chance, den seit langem relativ „evolutionsgebremsten“ Genossenschaftssektor mit mehr „kooperativer Intelligenz“ auszurüsten und „fit für die Zukunft“ zu machen. …

Doch in den (genossenschafts-) verbandlichen Organisationen scheint man nicht begriffen zu haben, was wirklich geschieht, welche Chance sich – in wirklich kooperativer Hinsicht – gerade jetzt eröffnet. Dort tritt man jedoch eher auf der Stelle und bemüht sich darum, den staatlichen „Konkurrenz-Ideen“ (auf Genossenschaften projiziert) gerecht zu werden. Vor allem der genossenschaftliche Bankensektor stellt sich als „Wandel-Bremse“ dar. Eigentlich höchste Zeit, für diesen Sektor ein separates „Banken-Genossenschafts-Gesetz“ zu schaffen. Danach könnten sich viel eher wirkliche kooperative Innovationen ins Genossenschaftsgesetz integrieren lassen. …

Aber auch Tendenzen in Genossenschaftssektor, die „Masse mit Klasse“ verwechseln, sind eher skeptisch anzusehen. Es mag möglich sein, „Familien-Themen“ (Erbecht, Steuern sparen, u.ä.) mittels Genossenschafts-Strukturen zu lösen. Dies bringt aber wenig für die Entwicklung einer „Kooperations-Gesellschaft“, denn diese bedarf vor allem Lösungen, die nach außen wirken, zur Entstehung neuer nachhaltiger) Wirtschaftsstrukturen führen müssen, die dem Lebensbedarf aller Menschen dienen . …

An „Familien-Themen-Genossenschaften“ wird sehr gut deutlich, was es heißt Selbst-Verantwortung ganzheitlich zu ignorieren oder auf den eigenen Aktionskreis zu begrenzen. …

Legal mag so etwas zwar sein, aber ob es auch (kooperativ) „legitim“ ist? Diese Sichtweise entspricht ganz offensichtlich nicht den Interessen der Jungen Generation. Sie kann auch nicht - aus Sicht der „Kooperativen Intelligenz“ – als „zukunftsfähig“ bezeichnet werden. …

Als das wohl effizienteste und effektivste „Kooperations-System“ kann man unseren Körper sehen. Alle Organe und Billionen (!) Zellen sind sich zu jeder Zeit der Interessen des Ganzen bewusst und handeln – genial  - sogar ohne (offen erkennbares) „Management und Führung“.

Aus „Quantensicht“ könnte man sagen:

·       „Der Beobachter“ ist für das Ergebnis „verantwortlich“, das sich zeigt. …

„Beobachten“ Mitglieder einer Genossenschaft nur ihre individuellen „Vorteile“, werden auch nur diese bewirkt. Werden die „Vorteile“ von Vielen, vielleicht sogar des Ganzen gesehen, können auch nur diese in „Erscheinung“ treten.

Man kann also durchaus sagen:

·       „Familien-Spar-Genossenschaften“ sind wenig geeignet, um einen „kooperativen Wandel“ zu befördern.

·       Eher geschieht sogar das Gegenteil davon. …

Auch wenn es anders beabsichtigt sein sollte, wird daraus – aufgrund dieses „Beobachter-Effekts“ – niemals ein positiver „Impuls“ für einen „kooperativen Wandel“.

·       So gesehen könnte man durchaus von einer – wenn auch unbewussten – Stabilisierung der Konkurrenz-Gesellschaft sprechen. …  

Daraus abgeleitet, könnte eine Grundfrage zur Beurteilung eines  „CoopGo-Prüfungs-Level“ etwa so lauten:

·       Sind Kooperations-Einheiten (auch – aber nicht nur – Genossenschaften) geeignet, einen „Kooperativen Mehrwert“ – zunächst für die Teilnehmer – aber dann zugleich auch für die Gesellschaft zu erzeugen?  

Der „Coop-Impulse-Test“ kann dazu – zumindest ergänzend - durchaus weitere gesicherte Erkenntnis erbringen. …

Eine „Familien-Spar-Gemeinschaft“ (als Genossenschaft definiert) testet z.B. eher unterhalb der „Zone“, die „Coop-Impulse“ bewirkt, während eine Genossenschaft, die gemeinschaftlich Vorteile für sich (und zugleich das wirtschaftliche Umfeld) erzeugt, relativ hohe „Coop-Impulse“ bewirkt.

Der Grund dafür:

·       Die Motive für Gründung und Betrieb sind bei der „Familien-Spar-Genossenschaft“ eher bewahrend, abgrenzend, individualisiert definiert, ignorieren meist sogar das Ganze.

·       Die Motive der (ganzheitlichen) Wirtschafts-Genossenschaft bewirken quasi das Gegenteil. Sie sind gemeinschaftsbezogen, öffnen sich nach außen und sehen recht bewusst ihre Verantwortung für das Ganze  …

Wenn ihr also überlegt, euere berufliche Zukunft (Unternehmensberatung) mit dem Anspruch auf mehr „Kooperative Intelligenz“ (Verantwortung) zu verbinden, solltet ihr auch eine klare Vorstellung darüber entwickeln, auf welche „Außen-Wirkung“ sich euer (Beratungs-)Handeln beziehen sollte.

Unternehmensberater, Steuerberater, Rechtsanwälte, etc., mit der Zusatzqualifikation „Genossenschaftsberatung“, sind in der Tat jetzt wichtig, um den „Kooperativen Wandel“ zu gestalten. Aber es nützt wenig, wenn diese lediglich dazu beitragen, dass neu gegründete Genossenschaften – bewusst oder unbewusst – dem (alten) System des „Konkurrenz-Denkens“ lediglich als Alibi dienen. …

Nutzt die Chance dieser „Stillsten Revolution“, die es je gab und beginnt bewusst damit, eine faszinierende „kooperative Evolution“ einzuleiten.

·       Seid „DIE“ Neuen Unternehmensberater, die jetzt dringend für einen nachhaltigen „Kooperativen Wandel“ benötigt werden!

PS:

Euer Beitrag hat seinen besonderen „Charme“. Wenn ihr mögt, können wir den „Dialog“ gern fortsetzen …             

Ein Hinweis:

·       Formuliert jetzt „klare kooperative Absichten“ für eine „Kooperations-Gesellschaft“ und unterstützt dann mit Leidenschaft dessen zeitnahe Umsetzung!

   

Wir alle haben JETZT die Wahl !

 „Konkurrierendes Chaos“  oder „Cooperative Intelligenz“

 

„CoopGo-Dialoge“

(MMWCoopGo Bundesverband der Cooperations- u. Genossenschaftswirtschaft e.V.)

Hinweis: Wir behalten uns vor, Fragen – zwecks besserer Lesbarkeit – redaktionell anzupassen.

info@menschen-machen-wirtschaft.de

In Fragen der Quantenphysik kooperieren wir mit dem IWMC QuantenInstitut (Internationale Wissenschafts- u. MedienCooperation info@quanteninstitut.de  

 


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